anheischen,
V., unr. abl.
›jn. um etw. angehen, bitten; jm. etw. abfordern; etw. fordern‹; zu (V.) 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.
Wortbildungen:
anheischung
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
4, 329, 2
(
preuß.
,
1454
):
Unsern gar willgen .. Wergke und gemeyne [...] haben deme rotthe angeheyschen sloͤssel und segel.
Ermisch, Sächs. Bergr. (
osächs.
,
14.
/
15. Jh.
):
daz man ym der koste nycht wolde anheysen.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1556
):
Jr sollen auch ainen ersamen rat gemelter stat höcher nit staigern noch anhaischen, dann ainem jeden sein besoldung in der musterung gemacht ist.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
Wie dan die acht ort den vier orten von staͤten, Bern, Lucern, Fryburg und Solaturn, hattend nun oft angeheischen, die stat und grafschaft Nuͤwenburg in gmeine hand ze ubergeben.