anheften,
V.
1.
›etw. / jn. an etw. anderem befestigen‹, je nach Art der Befestigung: ›jn. annageln (z. B. von Christus gesagt); (Tiere) anbinden; etw. anheften‹; auch ütr. Verwendung.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  5,  1, , ,  4.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 360, 23
(
Nürnb.
1631
):
O du suͤsser Jesu Christ, | Wie warest du erblichen, | Da man dich [...] | Geisselt vnd gestrichen, | Mutternackendt angehefft | Gantz elendiglichen.
Bell, G. Hager
451, 1, 22
(
nobd.
,
1596
):
Die stück
[Gevierteilter]
Det man al Dragen | vnd sÿ an hefften gunde | Rund / auf Die strasen.
Lauater. Gespaͤnste
34v
, 4 (
Zürich
1578
):
der vff den heiligen Pfingstag laͤbendig kraͤbs vff dem kilchhof habe kriechen lassen mit anghefften brünnenden wachßkertzlinen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
21, 2
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
an ainem felsen, da die kettenen warent angehefft.
Steer, Schol. Gnadenl.
2, 155
(
moobd.
,
15. Jh.
):
Dauon spricht Paulus: “Jch pin an geheft dem creucz, dem creucz durch gnad.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
238, 36
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
Wan ainer [...] denßelbigen hund nit angehefter haltet.
A. à S. Clara. Deo Gratias
10, 10
;
Maaler
22r
;
Rot
318
;
Dietz, Wb. Luther
86
;
Dief./Wü.
63
/64;
Schweiz. Id.
2, 1061
.
2.
an 1 anzuschließen: ›(Holz) lagern‹; ›(Schiffe) festmachen‹; ›am Ufer anlegen‹; ›(an ein Haus) anbauen‹.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
2, 667, 30
(
moobd.
,
1433
):
das wasserrecht [...] mit vischerei mit gruntrecht mit [...] ab- und anlegen mit ab- und anhöften.
Ebd.
3, 73, 1
(
E. 16. Jh.
):
Daß die flötzer allerhant zimmerholz zwischen Tuln und der Paßgrueb anheften und verkaufen därfen.
Niewöhner, Teichner
14, 5
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
chainen vergen ich nicht loben mag, | dw weil er swimmet auf dem wag, | untz daz er geheftet an | do daz scheff zu recht sol stan.
Schwäb. Wb.
1, 219
.
3.
›(einem Schriftstück) etw. beifügen, anheften‹.
Bedeutungsverwandte:
 5, , , .

Belegblock:

Ulner
25
(
Frankf.
1572
):
Anhefften. Hinbey setzen / hinzuthun / [...] / anhangen / mit eynflicken / hinzusetzen.
Chron. Augsb.
7, 279, 28
(
schwäb.
, zu
1552
):
wurdet den erbarn von zünften ir [...] bedencken sambt angehefftem irem burgerlichen, gantz freundtlichen bewilligen und erbieten [...] auf die notl gestellt.
Dietz, Wb. Luther
86
;
Rwb
1, 659
.