anfraue,
die
;
-n/-n.
1.
›Großmutter (väterlicher- wie mütterlicherseits)‹.
Bedeutungsverwandte:
1
 2,  1.

Belegblock:

Köbler, Ref. Nürnberg
192, 20
(
Nürnb.
1484
):
Vnnd leiplich Eelich vater oder muter. oder dergleichen Anherren oder anfrawẽ oder aber leipliche vnd eeliche geschwisstergit von vater vñ muter versamentlich.
Sachs
16, 372, 25
(
Nürnb.
1563
):
die hencker nicht dest minder | Richteten erstlichen die kinder, | Darnach erst ir anfrawen hie.
Rupprich, Dürer
1, 28, 46
(
nobd.
,
1524
):
ist zu wissen, daß mein anfrau, meiner mutter mutter, ist deß Öllingers tochter [...] gewest.
Bell, G. Hager
484, 2, 14
(
nobd.
,
1601
):
Des kinigs mutter auch hin kame, | vnd des kinigs an frawe auch mit name.
Geier, Stadtr. Überl.
510, 12
(
nalem.
,
1559
):
so ist der schenkin und gaabeten halben, vatter und můtter, brüedern und schwöstern, schweher und schwiger, äni und ana, auch allen frembden und ußlendischen, so nit in den gerichten gesessen, vorbehalten und unbenommen.
Müller, Nördl. Stadtr.
58, 2
(
schwäb.
,
1495
):
Ain kind starb, das ließ ain anfraw und von vater und můter geswistergit kind.
Leidinger, A. v. Regensb.
621, 22
(
oobd.
,
um 1430
):
Die egenant Gisila [...] sol sein gewesen sand Elspeten, lantgrafinn zu Thuringen, anfraw.
Buch Weinsb.
4, 238, 34
;
Loose, Tuchers Haushaltb.
111, 7
;
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
203, 24
;
Chron. Nürnb.
5, 746, 13
;
Müller, a. a. O.
58, 9
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
9, 35
;
Rintelen, B. Walther
97, 24
;
Turmair
4, 299, 32
;
5, 35, 21
;
Alberus bb ir;
Golius
102
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
83
.
2.
›Urgroßmutter, weiblicher Vorfahre vor der Großelterngeneration‹.
Schwach belegt.
Bedeutungsverwandte:
1
 1, , .

Belegblock:

Buch Weinsb.
5, 109, 6
(
rib.
,
2. H. 16. Jh.
):
Er hat diss in sinen jongen tagen lichtlich ohn groisse mohe zu toin, do siner anherrn und anfrawen noch etliche in leben waren.