anfesseln,
V.
›jn. an die Kette legen, fesseln, anbinden‹, auch ütr. verwendet.
Alem.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
20, 3
(
Straßb.
1650
):
Andere sind, die vngeachtet ihres alters, Natur, Neigung vnd Lüsten, sich in Liebe gegen alte Hadermätzen vnd Kuplerinnen annehmen, vnd diese sind am härtisten angefässelt.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
258, 35
(
halem.
,
1617
):
ist [...] gwalt geben worden, die ungehorsammen und halßstarrigen tauwner gebürlicher maßen anfeßlen zelaßen.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
907, 5
(
halem.
,
1628
):
was starcke, unpraͤsthaffte, muͤssiggehende, landstrychende baͤttler sind, die lybs halb zur arbeit vermuͤglich, zum gemeinen werck angefeßlet und gebrucht, die ußryssenden widrumb ingespannen und mit zwyfacher verlengerung deß zils abgestrafft werden soͤllind.
Ebd.
909, 16
.