anfeinden,
V.
›jm. feindselig begegnen, jn. anfeinden, jn. belästigen‹; das Wort gilt für die gesamte Spannweite von privater Belästigung bis zur Urfeindschaft von Gott und Teufel.
Bedeutungsverwandte:
 9,  1,  91011, (V.) 1,  1, .

Belegblock:

Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
16, 54
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
so legen wir nachhut und droe die tewfel und veinten mich an und machen ir anfechtung.
Mayer, Folz. Meisterl.
12, 77
(
nobd.
,
v. 1496
):
Das er [Lucifer] yn [Got] an gefeindet hat | Durch seine verfluchte rete.
Heydn. maister
20r
, 23 (
Augsb.
1490
):
Aber seĩ bruͤder in darũb anfeindet.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
154, 26
(
m/soobd.
,
1573
):
Wo einer uber ain clagt und der clag nit nach kumbt, sunder sein widertail fur und fur anfeindt.
Sachs
17, 451, 13
;
Schöpper
21a
;
Dietz, Wb. Luther
77
.