anfechtig,
Adj.
1.
›verlockend, verführerisch‹;
zu  4. Subst. für den Teufel gebraucht, vgl.  1.

Belegblock:

Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
2, 107, 7
(
Straßb.
1522
):
dennocht widerstund sie krefftiglich allen anfechtigen Reitzungen.
Nyberg, Birgittenkl.
1, 174, 36
(
oobd.
,
1492
):
dann der anfechtiger nit ruet, das vnd ander guthayt zu hinderen.
2.
›eine Versuchung (im religiösen Sinne) darstellend, bildend‹;

Belegblock:

Drescher, Hartlieb. Caes.
48, 30
(
moobd.
,
1456
/
67
):
das der teẅfel einem párting unnsers ordens so gar anhäbig und anfehtig war.
Ebd.
86, 1
:
Ich hoffe das die anhaͤbigen und ungestümen poͤsen geiste, die pey der gerechten menschen sterben gewöndleich anfechtig sind, [...] dannen weichen mũssen.
Ebd.
140, 11
.
3.
›verwegen, frevlerisch‹;
vgl.  9.
Wortbildungen
anfechtigkeit
(dazu bdv.: ).

Belegblock:

Maaler
18r
(
Zürich
1561
):
Anfaͤchtig hend / Vnbehebne vnnd fraͤffne hend / die alles angreyffend. [...] Anfaͤchtigkeit (die) fraͤfenheit.