anfänglich,
Adj.
(1, aber meist adverbial gebraucht),
Adv.
(2).
1.
›ursprünglich‹;
vgl.  24.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 193, 9
(
Bautzen
1567
):
Du hoher baum beug dein zweiger, | [...] | Las dein anfenglich strengigkeit, | Miltern.
Ebd.
3, 111, 1
(
Köln
1583
):
AM aller ersten Tag, do Gott | Die welt anfenglich bschaffen hat.
Rauwolf. Raiß
4, 13
([
Lauingen
]
1582
):
Tusis, einen vralten Flecken den Grawpündtern zugehoͤrig / [...] daher die Rhetier anfaͤngklich inn dise Landsart kom̃en.
Barack, Zim. Chron.
3, 68, 27
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Waher aber die herren vom Kolben anfengclichs herkommen, ist unbewist.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
59, 14
(
mslow. inseldt.
,
1574
):
alles waśśer, śo anfenglich, oben hinder des Lorentz Kratzky ścheüer vnd von der dachtraiff herab kom Pt.
Kehrein, a. a. O.
3, 47, 1
;
Chron. Augsb.
9, 87, 22
;
87, 26
;
Turmair
1, 177, 10
;
Alberus i iijv;
Schwäb. Wb.
1, 198
.
2.
›zuerst, zunächst‹, im zeitlichen Sinne zu verstehen, darunter zur Einleitung eines zuerst vorgetragenen Argumentationspunktes.
Bedeutungsverwandte:
 2, , , .

Belegblock:

Roloff, Brant. Tsp.
2535
(
Straßb.
1554
):
ANfenglich haben wir fürgetragen | Wir woltent von Tugent und Wolust sagen.
Chron. Augsb.
9, 96, 8
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
Anfencklich ist von inen gut zu sein bedacht und im rat für das böst erfunden worden.
Andreae. Ber. Nachtmal
40r
, 18 ([
Augsb.
]
1557
):
Es moͤgen aber anfengklich fromme vnd Gotsfoͤrchtige Leüt wol leyden / das man saget vnd lehret / das Brot bedeütet den Leib Christi.
Meisen u. a., J. Eck
43, 3
(
Ingolstadt
1526
):
ANfengklich kuͤmmert mich nit, das er mich erkent als ein klůgen sophisten.
Chron. Augsb.
7, 44, 5
;
Fischer, Eunuchus d. Terenz
146
;
Turmair
1, 47, 34
;
Reithmeier, B. v. Chiemsee
5, 1
;
Dasypodius
289v
;
Schöpper 3a;
Serranus
12v
;
Maaler
19r
;
Schwartzenbach B iiijv;
Henisch
79
;
Bad. Wb.
1, 48
;
Dietz, Wb. Luther
76
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 145.