anfängen,
V.
1.
›etw. (das in der Zeit verläuft) anfangen, beginnen‹; speziell: ›(Bücher) zu schreiben anfangen, formal anlegen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.
Wortbildungen:
anfängung
1 (dazu bdv.: vgl.  1; ggs.: ).

Belegblock:

Chron. Nürnb.
2, 63, 5
(
nobd.
,
1444
):
Diß püchlein ist an gevengt von Perchtolt Volckmeyr.
Loose, Tuchers Haushaltb.
52, 16
(
nürnb.
,
1507
):
darumb das er mir 2 gultpücher new angefengt.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag E iijr,
11
(
Zürich
1521
):
ein jetliche schmach vnd letzung ein vrsach můß sin daruß ein krieg angefẽgt sol werden.
Buijssen, Dur. Rat.
96, 27
(
moobd.
,
1384
):
daz end und ein iedleichew anfengung schollen sein in der secret.
Chron. Nürnb.
2, 82, 23
;
Gille u. a., M. Beheim
138, 11
;
Niewöhner, Teichner
657, 68
.
2.
›etw. begehen, feiern‹.

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
636, 93
(Hs. ˹
moobd.
,
1469
˺):
also solt man auch fengen an | Christi marter und die pegan | mit der vesper michels mer | und mit ander goͤtleicher eer.
3.
›etw. verursachen, anstiften‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  5.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
1, 736, 27
(
moobd.
,
M. 15. Jh.
):
so sol man auch denselbigen puessen der das unent hat angefengt mit 72 ₰ zu wandl.
4.
›etw. gründen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
1, 196
f.
5.
›etw. durch Auflegung der Hand als sein Eigentum erklären und beanspruchen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  8.
Wortbildungen:
anfängung
2.

Belegblock:

Rössler, Stadtr. Brünn
397, 4
/11 (
mähr. inseldt.
,
14. Jh.
):
Von anvengung der ros [...]. Wan ein rozze wiert angevengt, so schol der richter ez nicht acht tag in seiner gewalt halten [...], sunder er iz enem, dem iz angevangt ist, auf purgel aus geben.
Schwäb. Wb.
1, 196
f.