anderung,
die
;
-/-en
;
in allen Belegen ohne Umlautkennzeichnung; zu (1; 2) und
1
.
1.
›Änderung, Veränderung von etw. (vorw. von bestehenden Zuständen)‹; auch metonymisch: ›das Wandlungsmoment, die Wandlungsursache‹; vgl. am ehesten
2
 3.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
1, 357, 7
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
daz Paulus sprichet: ‚ein got und vater aller‘, dâ geswîget er eines wörtelîns. daz treget in im ein anderunge.
Ebd.
358, 3
:
Dar umbe ist ez unmügelich, daz in got iht gevallen müge anderunge oder wandelunge.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
5350
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Es ist dem konnige kyne unere nit | Obe in sinen gesetzen umb sache anderonge geschiet.
Chron. Strassb.
130, 21
(
els.
,
1362
):
sus erging die anderunge one schlege und one stoße.
Bömer, a. a. O.
1439
;
Bihlmeyer, Seuse
341, 17
;
Chron. Strassb.
2, 760, 31
;
769, 2
;
Bad. Wb.
1, 46
;
Dietz, Wb. Luther
74
;
Rwb
1, 610
.
2.
›Unterschiedlichkeit, Verschiedenartigkeit‹.

Belegblock:

Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
6, 17
(
noobd.
,
1347
/
50
):
In dem dritten haubtstuͤkke woͤlle wir sagen von [...] der anderung der neht und der tag, von der zal der wonung auf erden und von der selben anderung.
Ebd.
51, 19
:
Nu woͤlle wir sagen von der anderung der wonung auf erden.
Ebd.
60, 18
:
Daz geschiht von der anderung der angesihte, die die leut habent an die planeten.
3.
s.
1
.