anderlei,
in einem Beleg ()
anderleiig
; undekliniertes Adj. (teilweise in adv. Verwendung).
1.
›von anderer, unterschiedlicher Art‹;
vgl.
2
 34.
Gegensätze:
 1.
Syntagmen:
a. vogel / ort / priester / tier / wort; a. geschaffen sein.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
man vindet ouch wol grawe | geschaffen andirlei an der varwe, | der ist abir so ture nicht.
Maaler (
Zürich
1561
):
Anderley / da ye eins dem Anderen zwider ist.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
ain iegleich vogel, der væht oder raubt, der væht anderlai vogel wan seines geslähtes.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. ;
Dietz, Wb. Luther ;
Schmidt, Hist. Wb. Straßb.
9
.
2.
›sonstig, weiter‹;
vgl.  56.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
76, 94
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Und so der mensch ein wenig tut | in gotes lieb ein claines gut | mit vasten und gepete | Oder mit anderlai guthait.