anbeter,
der
;
-/-Ø.
›Betender; überzeugter Angehöriger einer Religion, Gläubiger, Verehrer einer für göttlich gehaltenen Wesenheit‹; beide Nuancen sind nicht sinnvoll trennbar;
vgl.  12.
Syntagmen:
dem a. gnädig sein; rechtschaffener / warhaftiger / warer
(mehrmals)
a.; a. der abgotte.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
1368
(
ohess.
,
1501 ff.
):
die zyt ist nu kommen, | das man die waren anbedder hot vornummen.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
12, 17
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Chesimior ist eyn provincie [...] und sint anebeter der apgote.
Gerhard, Hist. alde e
3727
(
omd.
,
um 1340
):
Gar in Bethel er vorbran, | Waz abtgote anbeter waz.
Luther. Hl. Schrifft, Joh.
4, 23
(
Wittenb.
1545
):
es kompt die zeit / vnd ist schon jtzt / Das die warhafftigen Anbeter werden den Vater anbeten / im Geist vnd in der Warheit.
Langen, Myst. Leben
198, 7
;
Vetter, Pred. Taulers
421, 23
;
Dietz, Wb. Luther
69
.