anbehalten,
V., unr. abl.
1.
›etw. (z. B. Land) gegen jn. behaupten; sich mit einem Rechtsanspruch gegen jn. durchsetzen, jm. etw. auf dem Rechtsweg abgewinnen‹;
den sieg a.
›sich gegen jn. durchsetzen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.
Syntagmen:
mit Dat. d. P.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
3, 144, 15
(
nobd.
,
1488
):
sie waren doch besorgen, Carolus wurd dem Gunthero von Swartzenberg den sig anbehalten.
Roder, Stadtr. Villingen
66, 12
(
önalem.
,
1447
):
Wolten aber der schuldner oder die schuldnerin dem cleger oder der clegerin [...] ains dem andern vor dem schulthaissen oder vor gericht ain schulde anbehalten hat oder ain schulde vergeben hat.
V. Anshelm. Berner Chron.
1, 13, 7
(
halem.
,
n. 1529
):
Den andren teil des kuͤngrichs [...] hond obgemelter keiser Cůnrat und sine nachkommen mit gewerter hand den Franzosen [...] anbehalten.
Barack, Zim. Chron.
4, 98, 7
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
hat er den aid gethon, auch damit den acker der pfrundt anbehalten.
Roder, a. a. O.
73, 2
;
Schwäb. Wb.
1, 176
;
Rwb
1, 601
.
2.
›(ein Kleidungsstück) anbehalten‹.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther
68
.