anbehaben,
anbeheben
(letzteres vereinzelt),
V.
– Vorw. obd. Belege.
1.
›jm. etw. auf dem Rechtsweg streitig machen, einen rechtlichen Anspruch gegen jn. erheben‹; offen zu 2.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. , ,  7.
Syntagmen:
mit Dat. d. P. und Akk. d. S.

Belegblock:

Chron. baier. Städte. Mühld.
409, 17
(
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
da sol er nymer umb verliesen dann di fraydig hab, die im an behabt wuͤrd mit dem rechten.
Auer, Stadtr. München
1, 167, 12
(
moobd.
,
1343
):
swer im sie [gewerschaft] dann fürbaz anbehabt.
Bischoff, Steir. Landr.
105, 22
(
m/soobd.
,
um 1425
):
Man mag nyemant sein gût mit frag anbehaben, man mûs in mit furbot laden.
Edlib. Chron.
11, 19
;
Schwäb. Wb.
1, 175
;
Vorarlb. Wb.
1, 77
.
2.
›sich mit einem Rechtsanspruch gegen jn. behaupten, jm. etw. auf dem Rechtsweg abgewinnen‹; resultativ im Verhältnis zu 1.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  1, .
Syntagmen:
mit Dat. d. P. und Akk. d. S.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
75a
, 18 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
ist vie dar vnder, behapt is ime an ieman mid rechte.
Dirr, Münchner Stadtr.
338, 8
(
moobd.
,
v. 1347
):
Swer chlagt, er hab ein gůt mit dem rechten ein sein gewalt pracht und dez er nicht pey nutz und pei gewer sitzzt, und der ander hin wider antwurt, er hab ims emaln anbehabt mit dem rechten und daz ims daz gericht hab ingeantwurt.
Staub, Qu. Wien
3, 2, 2280, 11
(
moobd.
,
1394
):
habnt auch derselb Ekchart und sein hausfraw weilent dasselb haus Jorgen dem Truczer anbehabt nach des gerichtbrifs lautung.
Bischoff, Steir. Landr.
147, 18
(
m/soobd.
,
um 1425
):
Wer nicht ze gelten hat, wann man im ain geld anbehabt, der mûz des ain ayd sweren.
Leisi, Thurg. UB
6, 856, 31
;
7, 80, 19
;
Edlib. Chron.
10, 30
;
Dirr, a. a. O.
361, 2
;
Staub, a. a. O.
2141, 6
;
2271, 9
;
2300, 5
;
2446, 7
;
Bad. Wb.
1, 43
;
Schwäb. Wb.
1, 175
;
Rwb
1, 601
.