ampthaus,
das
;
-/-er
+ Uml.
1.
›Amtssitz, Amtsgebäude‹; häufig auch zugleich Wohnsitz des Amtsinhabers; ütr. auch: ›Heimstätte, Brutstätte für etw. (z. B. des Lasters)‹.
Rechts- und wirtschaftsgeschichtliche Texte.
Wortbildungen:
ampthauskämmerer.

Belegblock:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 45, 20
(
schles.
,
1537
):
so arbeiten dieselben aufnemer in den aufgenumen zechen die ersten vier wochen wenig oder nichts und rechen ire sambcost auch nicht im ambthaus.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 159, 6
(
schwäb.
,
1527
):
dieselben straffen sollen alwegen die zway jar lang im ampthauß zu Bucho [...] hingelegt werden.
Wopfner, Bauernkr. Tirol
18, 25
(
tir.
,
1521
):
den zinsleŭtn, so sy ire zins in das ambthaus bringen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
358, 19
(
m/soobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
Verzaichnuß der gewöhnlichen panthädung wie es von alters hero [...] in ambthauß gehalten.
Löffler, Columella/Österreicher
1, 6, 22
(
schwäb.
,
1491
):
Ich hab ŏch nit allain gehoͤrtt daz da syen, sunder och gesehen [...] die ampthúser der aller verschmaͤchlichosten laster.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
268, 8
;
272, 35
;
Zingerle, Inventare
5b, 20
;
Wopfner, a. a. O.
97, 20
;
Dietz, Wb. Luther
67
;
Rwb
1, 571
.
2.
›Gefängnis‹; ›Klostergebäude‹; vgl. jeweils
ampt
(
das
) 4; ›Zunfthaus‹;
vgl. (
das
9.

Belegblock:

Rwb
1, 570
/1.