2
amen,
V.
1.
›das Fassungsvermögen eines Fasses, einer Tonne o. ä. festlegen, prüfen, das Faß (usw.) eichen‹;
vgl.  1.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 1; vgl. .
Wortbildungen:
am|meister.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
1, 94, 19
(
preuß.
,
1402
):
dy [tunnen] sal man machen nach der grosse der Culmeschen mosse und czeychen dy myt der stat merke und amen, alzo das eyne grösse sye der tunnen in dem lande von 92 stoyfen.
Ebd.
199, 2
(
1412
):
die tonnen [...] sullen geychtet, geomet vnd gemerket werden.
Dirr, Münchner Stadtr.
580, 3
(
moobd.
,
1364
/
80
):
Die omer swerent, daz si messen, omen, abstechen und eychen suͤllen dem gast und dem burger, armen [und] reichen, als oft er daz tut, geleich und trewlich ân allez geverde.
Bastian, Runtingerb.
2, 299, 1
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 101;
2.
›etw. (z. B. Wein) auf die vorgeschriebene Qualität prüfen, die Qualität e. S. kontrollieren‹;
zu  2.

Belegblock:

Dirr, Münchner Stadtr.
364, 7
(
moobd.
,
v. 1347
):
der sol auf hepfen amen, er muͤg dann der hepfen geniezzen, so sol er die hepfen amen und einem abslahen und sol die âm merchen, daz er darauf bereden muͤg, ob in ener anchlagt.
Auer, Stadtr. München
1, 179
Ü.