amarelle
(auch in der kontrahierten Form
amel(e)
),
die
;
-/-n
;
aus
mlat.
amarellum
(Hiersche, Dt. etym. Wb.
1, 84
).
1.
›Sauerkirsche, Amarelle, Frühweichsel‹.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. .
Wortbildungen:
amelenbaum
,
amarellenstam.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
111, 10
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Etzliche propfen mispelbeume uff birn- und amorellenstemme.
Engel, Rats-Chron. Würzb.
161, 2
(
nobd.
, Hs.
M. 17. Jh.
):
am ander(n) tag [...] hat man zeitige ambreln hie feylgehabt.
Chron. baier. Städte. Regensb.
162, 19
(
noobd.
,
1540
):
hat ein weinzürl [...] ein zimblichs mölterlen mit zeitigen amereln auff offem marckt fail gehabt.
Dasypodius
289r
;
Henisch
62
;
Schwäb. Wb.
1, 163
;
166
;
Öst. Wb.
1, 170
.
2.
›kleine, frühe Pfirsiche‹.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
amarellenbaum.

Belegblock:

Henisch
62
(
Augsb.
1616
):
Amarill / fruͤ zeittig kleine Pfersich [...] wirt am ersten zeittig umb S. Johannis / dannenher auch S. Johannis pfersich genent wirt.
Maaler
15v
.