altsessen,
altgesessen
(letzteres vereinzelt),
Adj.,
oft subst.:
altsesse
.
›alteingesessen, seit jeher ansässig‹; die
altsessen
galten als besonders zuverlässig hinsichtlich der von ihnen gegebenen Rechtsauskünfte;
vgl.
1
 14.
Nrddt./omd. (1 Beleg moobd.).
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. .
Syntagmen:
a. leute; bericht der a.; etw. mit den a. beweisen / bezeugen / erkunden; etw. sein den a. wissentlich.

Belegblock:

v. Bunge, Livl. UB
4, 242, 28
(
nrddt.
,
1399
):
binnen landis mag der orden und die kirche ansiehtlich ir recht beweisen mit briven, mechtigen usschriften, privilegiis, mit altsessin, das uswennig mit nicht mogelich ist zu bewisen.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 217, 41
(
preuß.
,
1413
):
der altgesessen in dem ende geczugnisse dorobir czu horen.
Goerlitz u. a., Magd. Schöff./Schweidnitz
148, 19
(
omd.
,
1416
):
das welde her beczwegen mit altsessin und erbsessin.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
47, 14
(
schles.
,
1345
):
das man von gerichtis wegin dor czu sente vnde dy altsesin dor czu neme, czu besen dy greniczen.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
44, 13
(
smoobd.
,
1432
):
daz [...] etlich altsessen leüt in der herschaft Mattse als von aller lantschaft wegen derselben herschaft gesagt haben.
Helm, H. v. Hesler. Nicod. S. LXXXIV;
Ders., H. v. Hesler. Apok.
10695
;
Leman, Kulm. Recht
3, 44
;
5, 9
;
Behrend, Magd. Fragen Beil. II zu
228, 43
;
Goerlitz, Magd. Schöff./Posen
139, 8
;
Ders. u. a., Magd. Schöff./Schweidnitz
114, 5
;
Ders. u. a., Rechtsd. Schweidnitz
149, 23
;
183, 19
;
Opel, Spittendorf
303, 18
;
473, 41
;
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 67, 18
;
Brinckmeier
1, 66
;
Rwb
1, 534
.