altreusse
(vereinzelt
altreusser
, vereinzelt entrundet zu
altreisse
, rib.
alträusche, alträuscher
),
der
;
-n/-n
;
zu
mhd.
altriuze
›Schuhflicker‹
(Lexer
1, 45
), dessen Grundwort sich zu
reussen
›schneiden‹
stellt (Dwb
8, 848
).
›Flickschuster, Schuhmacher, dessen Tätigkeit rechtlich auf Flickarbeiten beschränkt ist‹; zu
1
 11a.
Gegensätze:
neuer schuster
, , .
Wortbildungen:
altreussenhaus
,
altreusserschuh.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 422, 20
(
hess.
,
E. 14. Jh.
):
Als sich irrung und spenner gehaben haben zwuschen den gemeynen meister schumacherhanntwerks an eyner und den leddersmirern, kremern und altrußen oder schuweleppern, so der zunfft nit haben, am andern teile.
Helbig, Qu. Wirtsch.
1, 109, 5
(
omd.
,
1432
):
sint dy hantwerg der nüwe schustir yn czweytracht gewest mit den altrüssin also umbe das schuen machin.
Euling, Kl. mhd. Erz.
777, 19
(
nobd.
,
E. 15. Jh.
):
die hellischen swarczen altreyssen | von pucken und gnappen mochten sich bescheyssen.
Sachs
18, 76, 1
(
Nürnb.
1555
):
Derselbig het in seinem haus | Ein armen altrewsen uralt.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 4, 17
;
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
167, 34
;
199, 20
;
Chron. Nürnb.
4, 143, 1
;
Rupprich, Dürer
1, 130, 14
;
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
468, 16
;
Engel, Rats-Chron. Würzb.
99a
;
Voc. Teut.-Lat. a VIIIv;
Voc. inc. teut. a VIIIr;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
111
/2;
Schmeller/F.
2, 144
.