altartuch,
das
;
-/-er
+ Uml.
›beim Gottesdienst über den Altar gebreitete Decke aus Leinen‹; in der Regel lagen zwei oder drei dieser Tücher übereinander;
zu  2.
Bedeutungsverwandte:
1
, ,  2, , ; vgl. .

Belegblock:

Struck, Joh. Pfannstiel
55, 43
(
mosfrk.
,
1526
):
in der grossen kysten in der sacresty ettlich altarducher und anders dem buwe zustendig.
Reichert, Gesamtausl. Messe
41, 33
(
Nürnb.
um 1480
):
die altar tuecher nent die geschrifft ‚mappe‛ oder ‚palle‛. Und die sind bedeuten die kleyder Cristi Ihesu, seinen rock und oberkleyd.
Bastian u. a., Regensb. UB
144, 39
(
oobd.
,
1359
):
Mein pestes tischlachen zu zwain altertucheln auf den fronalter ze Altencappelle.
Uhlirz, Qu. Wien
2, 1, 323, 20
(
moobd.
,
1348
):
davon man das messgewant und di altertuecher pessern schol.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
70, 5
;
75, 34
;
486, 20
;
Ders., Marienb. Ämterb.
19, 28
;
Struck, Kollegiatstifte
813
/1, 38;
Loose, Tuchers Haushaltb.
144, 6
;
Chron. Nürnb.
5, 745, 6
;
Koller, Ref. Siegmunds
163, 6
;
Boner, Urk. Brugg
373, 18
;
Zingerle, Inventare
3b, 26
;
38b, 13
;
Voc. Teut.-Lat. a VIIIv;
Voc. inc. teut. a VIIIr;
Goertz, Liturgie.
1977, 489
.