alsbald,
Adv.
(1),
Konj.
(2; 3); vgl. das Bedeutungsfeld von .
1.
›sogleich, sofort, umgehend, unmittelbar auf etw. folgend‹.
Bedeutungsverwandte:
, (Adj.) 1, , , , , , ; vgl.  1.
Gegensätze:
eine weile
.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
76, 214
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
[sie] Sich selb hin wider also palt | verkauffn in des teufels gewalt.
Andreae. Ber. Nachtmal
71v, 5
(
Augsb.
1557
):
der glaͤubigen Seelen / doͤrffen nicht ferr faren / wann sy auffgeloͤset werden / vnd bey Christo dem Herren alsbald sein.
Bauer, Imitatio Haller
76, 14
(
tir.
,
1466
):
Benn der mensch etwas vngeordencz pegeren ist, so würt er als pald in im selbs vnruebig.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
sollt man kain gefangen nemen, sunder alspallt zutod schlahen.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Sappler, H. Kaufringer
7, 149
;
Rauwolf. Raiß ;
Bauer, a. a. O.
81, 10
;
Langmantel, Schiltb. Reiseb. ;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
37, 16
;
Ulner
362
;
Dietz, Wb. Luther ;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
105/6
;
2.
zur Einleitung eines temporalen, formal meist im Prät., vereinzelt im Plusquamperfekt stehenden Gliedsatzes; sein Bezugsgeschehen wird punktuell (nicht in der Zeiterstreckung) gedacht, es wird als zeitlich vor dem seinerseits der Vergangenheit zugeordneten Geschehen liegend hingestellt, das der übergeordnete Hauptsatz behandelt; ›sobald‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
 11,  2.
Syntagmen:
oft mit korrelierendem
da
als Einleitung des übergeordneten Hauptsatzes:
alsbald
[Gliedsatz],
da
[Hauptsatz].

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Als baldt der Koler das hauß ersach, | Hub an, zum selben Goldtschmidt sprach.
Gille u. a., M. Beheim
82, 261
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Als pald die juncfraw Maria | hort, das der kung Herodes da | irm kind übel wolt zue, | Da nam sis an irn arm an sich.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
4130
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Als bald er auch kam für jn stan, | Do weinet mit jm yederman.
Wickram
4, 44, 10
(
Straßb.
1556
):
alsbald man ein essen uffgehaben und von den tischen getragen / sind sie da gewesen.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin (
schwäb.
,
1471
):
Alspald vnd sy empfunden, | Wie die [würst] gepraten waͮren, | Da liessen sy das Můs faren.
Dienes, E. Gros. Witwenb.
6, 10
;
Gille u. a., a. a. O.
71, 81
;
Tobler, Schilling. Bern. Chron. ;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ; ;
Dietz, Wb. Luther ;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
105/6
.
3.
zur Einleitung eines temporalen, formal meist im Präsens stehenden Gliedsatzes; sein Bezugsgeschehen wird punktuell oder in der Zeiterstreckung gedacht; es wird als gleichzeitig mit dem Geschehen hingestellt, das der übergeordnete Hauptsatz behandelt; es hat eine konditionale Komponente; ›sobald‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
1
 121314.

Belegblock:

zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
2, 128
(
Nürnb.
1517
):
also truckt sie die kreft des gewalts unter, alsbald sie vom geist gots angetast wirdet.
Sappler, H. Kaufringer
16, 217
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
alspald das kind den tauf hat, | so werfent die tiefel aus in trat | ainen tiefel.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
alspald man dieselbigen einspert, so würdens zam.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Fischer, Eunuchus d. Terenz ;
Winter, Nöst. Weist. ;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
105/6
;
Dietz, Wb. Luther .