allerseits,
Adv.
1.
›jederzeit; in jeder Hinsicht, durchaus‹; beide Nuancen sind in den (wenigen) Belegen nicht klar trennbar.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
(Adj.) 4.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
75, 4
(
m/soobd.
,
1606
):
diesem allen nah sollen sich die underthanen und vogtholden allerseits gemäss verhalten.
A. à S. Clara. Glori
3, 11
(
Wien
1680
):
indeme nemlich der muthige Mars dem betrangten Teutschland allerseits trutzig den Spiß zeiget.
Göz. Leichabd.
220, 7
(
Jena
1664
):
Jungfrauen / Allerseits Geehrteste Anwesende!
2.
›überall, rundum, ringsherum‹.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 712, 25
(
Nürnb.
1631
):
Nit außzusprechen ist die Frewd | Der Außerwehlten gsellschafft, | Zu allerseyts wirdt zu bereit, | Die Gaͤst man nidersetzet.
A. à S. Clara. Deo Gratias
7, 20
.