allermassen,
allermas
(letzteres mit geringerer Häufigkeit),
Adv.
(1; 2) /
Adj.
(3).
1.
›gänzlich, durchaus; in jeder Hinsicht‹; offen zu 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
(Adj.) 4.
Syntagmen:
Bei
Wrede, Aköln. Sprachsch.
100
oft:
in a.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1582
):
Verstoß ja nicht die seele mein, | Denn ich in ellend aller massen | Auff dich mich immer hab verlassen.
Sachs (
Nürnb.
1524
):
ich wil ie versuchen das, | Mich samb todt stellen aller-mas.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1577
):
las ich die [...] staigerung des uberzinß allermassen bei meiner obbemelten vorigen handlung verbleiben.
2.
›ebenso, genauso, in gleicher Weise‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Luther, WA (
1529
):
Da geloben sich die Tuͤrcken hin, lauffen. und ruffen sie an, aller massen wie wir zu unsern Walfarten gelauffen sind.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
1654
/
68
):
darnach allermass und formb, wie ers gehebt hat, widerumb zu der schrannen bringen.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
97, 15
(
mslow. inseldt.
,
1611
):
dz er [...] berürte behauśung aller maśśen wie Michel Viday innen haben [...] śolle.
Siegel u. a., a. a. O. ; ;
3.
›verschiedenartig, differenziert‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1 (mit ähnlichem Beleg).

Belegblock:

Ruh, Bonaventura
311, 7
(
Basel
1507
):
das wesen ist [...] vnmeßlich vnd gantz jm hoͤchsten eyns vnd doch allermaß.