agnus dei,
vereinzelt auch einfach
agnus,
Subst.;
-/ auch
-Ø.
1.
›in Wachs gearbeitetes, mit dem Segen des Papstes versehenes Bild des Gotteslammes mit der Kreuzfahne‹. Das Wachsbild, das in Silber oder Gold eingefaßt sein konnte, wurde als Amulett auf der Brust getragen.
Zur Sache: LThK
1, 203
/204.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
102, 16
(
preuß.
,
1401
):
1 m. lotigis 3 agnus dei zu machen deme meister.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Orden
119, 37
(
preuß.
,
1437
/
38
):
1 silberin crucze und 1 silberin agnus dei.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 96, 2
(
Straßb.
1522
):
sie glorieren in Ringen, Paternoster, Agnusdei.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
237, 5
;
Ders., Marienb. Ämterb.
160, 39
;
Leidinger, V. Arnpeck
680, 26
;
Schmid, Pilgerreisen.
1957, 403
.
2.
›Agnus-dei-Gebet in der Messe‹, im ordo missae vor der Kommunion des Priesters.

Belegblock:

Thiele, Chron. Stolle
390, 30
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
julianus nicht ferne von deme altere knyte, do man agnus dei sang.
Goertz, Liturgie.
1977, 163
;
395
.