afterkosen,
V.
›jm. übel nachreden, jn. verleumden‹.
Häufig für das Md. belegt.
Syntagmen:
jn. a.
(häufig);
von jm. geafterkost werden; wieder jn. a.; sich von a. hüten; jn. mit a. zerren; falsches a.; des a. fürchten; laster des a.
Wortbildungen:
afterkoserei.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc., Vorr. Jes.
8, 10
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
begeret von im [Cristus], daz er mir umme daz kegenwortige aftirkosen, damite mich ane undirlas mine hesser zerren, gebe lon in zukumft.
Toeppen, Ständetage Preußen
3, 631, 28
(
preuß.
,
1453
):
das wir [...] von euwern gebietigern, [...] geuneret, gelestert, geafterkoszet und gescholden werden.
v. Groote, Muskatblut
78, 65
(Hs. ˹
mosfrk.
,
1434
˺):
Ir reyne wib dragt steden liff, | nit affter köst, nit heymelich löst.
Froning, Alsf. Passionssp.
410
(
ohess.
,
1501 ff.
):
dannoch kan ich boßheit triben | myt manne und auch mit wyben! | die lere ich affterkoßen, | liegen, triegen und boßen.
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 3
(
thür.
,
1385
):
den her aftirkosit an sime guten lůmůnde.
Wolf, Norm im sp. Ma.
58, 72
(
bair.
,
1486
):
das sich dye bruͤder hutten von aller hochfart, eitler eer, neid, geiczs, sorg vnd sorgueltigkeit diser welt, von affterkasen vnd murmlung.
Ziesemer, a. a. O. Ez.
22, 9
;
35, 12
;
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
426, 20
;
Toeppen, a. a. O.
633, 14
;
Rueff, Rhein. Ostersp., F.
16
;
Neumann, Rothe. Keuschh.
4860
;
Eis, Wahrsagetexte
56, 10
;
v. Groote, a. a. O.
33, 28
;
Voc. Teut.-Lat. a Vv; o Vr;
Preuss. Wb. (Z) 1, 99;
Dietz, Wb. Luther
47
.