after,
der
;
-s/-.
Die Bedeutungen 1 und 2 sind am ehesten an die temporalen Bedeutungen (1-4) von
after
,
Präp.
(usw.) anschließbar. Bedeutung 4 stellt sich zur lokalen Bedeutungsgruppe (5-9).
1.
›„Grieß oder Sand von gepochten Erzen, aus denen das kleingepochte und gemahlene Erz herausgewaschen ist“, die aber noch verwendbare Erzreste enthalten können‹ (nach Löscher, s. u.
235
).
Vorw. omd.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
111, 33
(
omd.
,
1548
):
da sollen sich die herrn [...] keinesweges der gewercken hallen, sandt, after, schlam zu ihrem nucz zu arbeiten understehen, auch von puchwercken kein silber machen.
Ebd.
149, 3
(
1554
):
After werden nicht haufenweise, sondern nach der höle verkauft.
Weizsäcker, Graupn. Bergb.
187, 16
(
osächs.
,
1545
):
Doch was uff dem berg gewunnene zwitter, auch in der moll weren, auch affter, krez, slacken ader anders, doraus man zin mocht machen, das ßol beiden tailen zugutt aufbereitt werden.
Ebd.
156, 23
;
Löscher, a. a. O.
123, 11
;
145, 11
;
Schwäb. Wb.
1, 110
.
2.
›beim Mahlen zurückbleibendes, minderwertiges Mehl‹.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
152, 40
(
osächs.
,
1570
/
7
):
wann die scheidere den weizen aufschütten, polle und gries geschieden haben, sollen sie den after mehr nicht dann zum meisten sex mal aufschütten und mahlen.
3.
›minderwertiges, kleinkörniges Getreide‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Öst. Wb.
1, 106
(dort als Adj. gewertet);
Schwäb. Wb.
1, 110
(für die heutige
oschwäb.
Mundart).
4.
›After, Enddarm‹; metonymisch auch ›Gesäß‹.

Belegblock:

J. W. von Cube. Hortus
97, 13
(
Mainz
1485
):
was boͤses an dem afftern were das heylet diß glich.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
74, 15
(
Frankf.
1535
):
Welcher hette einn fluß in dem afftern / dauon kommen die Feigblatern.
˹Ral. bei Koller, Ref. Siegmunds
337, 28
(Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
so henckent sie ir eyde uff und kerent dem concilyum den affter
(›jm. den Rücken zuwenden‹)˺. Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
202, 4
(oobd., 1349/50):
daz er [der vogel] des meres wazzer mit seim snabel in den aftern geuzet.
˹Metonymisch: Ebd.
52, 24
:
aber si [die frawen] habent grôz lend ze paiden seiten und grôz aftern.
Ebd.
119, 13
:
di [trœgen schuoler] vallent leiht nider auf den aftern, wan sie vergezzent der künftigen sœlichait.
˺
Sudhoff, Paracelsus
1, 75, 1
;
Pfeiffer, a. a. O.
34, 12
;
272, 28
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
61
(hier alle Belege im Superlativ:
der achterste
);
Maaler
12v
.