affenheit,
die
.1.
›Dummheit, Torheit von jm.; Narretei, närrisches Verhalten von jm.; dummes Zeug, das j. begeht‹; Syntagmen:
die a. bestehen / merken / pflegen; etw. eine a. dünken; etw. mit a. malen; eitle / verblendete a.
Belegblock:
sprœche ein rîcher man; ‚bite, waz dû wilt, ich gibe dir ez!‘, und bœte er danne umbe einen helbelinc, daz wœre ein affenheit.
Alle goide dynge saltu laissen, | Und bestaen all affenheyt, | Und alle goide dynge sullen dyr wesen leyt. | Du salt alle boisheyt trecken vort.
das si iren natúrlichen adel alsus verkert hant und mit so italen affenheiten als unmessig gůt versumet hant.
alles, das die welt und die weltlichen hertzen sůchent und begerent, minnent und meinent, das ist also gar eine verblendete affenheit und eine große dorheit.
2.
›Trugbild, Hirngespinst‹.Belegblock:
Pilatus dicyt: | [...] | Den ier da fürcht, der ist tod: | Es ist ein grosse affenhayt! | Wer hat ewch dyse mär gesayt?