affenheit,
die
.
1.
›Dummheit, Torheit von jm.; Narretei, närrisches Verhalten von jm.; dummes Zeug, das j. begeht‹;
offen zu 2; vgl.  4.
Bedeutungsverwandte:
 1, , ,  1, , .
Syntagmen:
die a. bestehen / merken / pflegen; etw. eine a. dünken; etw. mit a. malen; eitle / verblendete a.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
sprœche ein rîcher man; ‚bite, waz dû wilt, ich gibe dir ez!‘, und bœte er danne umbe einen helbelinc, daz wœre ein affenheit.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb. (
Köln
um 1490
):
Alle goide dynge saltu laissen, | Und bestaen all affenheyt, | Und alle goide dynge sullen dyr wesen leyt. | Du salt alle boisheyt trecken vort.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
das si iren natúrlichen adel alsus verkert hant und mit so italen affenheiten als unmessig gůt versumet hant.
Bihlmeyer, Seuse (Hs.
md.
/
nd.
,
1543
):
der mit affenheyt umb gehet, der dromet von dorheyt.
Strauch, Schürebrand (
els.
,
E. 14. Jh.
):
alles, das die welt und die weltlichen hertzen sůchent und begerent, minnent und meinent, das ist also gar eine verblendete affenheit und eine große dorheit.
Koppitz, Trojanerkr. (
halem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
Thüme red birtt affenhaitt.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1431
;
12356
;
Ettmüller, Heinr. v. Meißen
164, 12
;
Vetter, a. a. O. ; ; ;
Strauch, a. a. O. ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;
2.
›Trugbild, Hirngespinst‹.

Belegblock:

Wackernell, Adt. Passionssp. Pf. I,
98
(
tir.
,
1486
):
Pilatus dicyt: | [...] | Den ier da fürcht, der ist tod: | Es ist ein grosse affenhayt! | Wer hat ewch dyse mär gesayt?