aderlas,
der
;
aderlässe
(seltener),
die
.
›Aderlaß, Entnahme einer bestimmten Blutmenge aus der Vene als Teil mittelalterlicher Körperpflege und prophylaktischer Hygiene‹. Der Aderlaß unterlag bestimmten Vorschriften hinsichtlich der Zeit seiner Anwendung, war insbesondere im Umfeld der Kirche geregelt.
Zu Sachdetails mit Lit.:
Lex. d. Mal.
1, 150-151
;
Hwb. dt. Abergl.
1, 172-174
.
Bedeutungsverwandte:
 2; vgl.  1.

Belegblock:

Sachs
17, 63, 24
(
Nürnb.
1553
):
Daß mein alter so dückisch wer | Mir ein solch aderlaß zu schencken.
Maaler
11v
(
Zürich
1561
):
Aderlaͤsse (die) das Aderlassen / Das aufthůn der ader. Phlebotomia, Detractio sanguinis.
Sachs
17, 62, 26
;
Maaler
261r
;
Henisch
22
;
Wrede Aköln. Sprachsch.
70
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
1, 5
;
Bad. Wb.
1, 24
;
Schwäb. Wb.
1, 105
.