abwenken,
V.;
vgl. .
– Starke Beleghäufigkeit für das Nobd., insbes. für H.
Sachs.
1.
›sich von etw./jm. abwenden, lossagen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1562
):
Bald abr ein theyl sich ubersicht, | Sein trew an seim gemahel bricht | Und sich trewloß von im abwenckt.
Ebd. (
1563
):
Iedoch sol man hertz, sinn und mut | Gar nicht hart ans zeitlich gut hencken, | Das man derhalbn ab wolt wencken | Von frömkeit und gerechtigkeit.
2.
›jn. von jm./etw. trennen, zum Abfall bewegen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
were din schiffelin, din gemuͤte, hert geankert an den herten stein von dem [...] Paulus sprach, so enmoͤcht dich weder tot noch leben [...] dannan ab gewenken.
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
[er] wirt doch numer mere | Von seim himlischen vater, | Dem allmechtigen pater, | Gewencket ab.
3.
›zurückweichen, sich rückwärts bewegen‹.
Bedeutungsverwandte:
1
 1.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
jonathas ausreckt sein hant zů schlagen bachidem: vnd er ab wengte hinder sich von im.
4.
›(im Hinblick auf etw.) schwanken, zweifeln‹.
Syntagmen:
meist in der Formel
one (alles) abwenken.

Belegblock:

Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
um 1480
):
do ist ewigz jubiliren | [...] | In ymer wernder freid allfriste | An allz abwenken.
Sachs (
Nürnb.
1562
):
Denn komb, gib antwort ohn abwencken, | Ob du wolst opffern den göttern eben.
Ebd. (
nobd.
,
1563
):
Daß sie fiengen die zwölff trabanten, | Und soltens all zwölff an creutz hencken, | Daran zu sterben on abwencken.