abstinieren,
V.;
aus
lat.
abstinēre.
1.
›sich e. S. entziehen‹; offen zu 2.

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
39, 274
(
Nürnb.
1480
):
Er keret heim und riet dem Sem, | Er wer der eltst, das er regirt. | Der Sem dovon sich abstinirt, | Wolt seine prüder herschen nicht.
Möller, Fremdwörter.
1915, 19
.
2.
›enthaltsam sein, sich vor allem beim Essen und Trinken mäßigen; fasten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  11.
Wortbildungen:
abstinierung.

Belegblock:

Sudhoff, Paracelsus
10, 369, 19
(
1536
):
das purgiren [...], abstiniren [...] in den offen scheden kein cur ist.
Wrede, Aköln. Sprachsch.
48a
;
Ising, Spätmal. Schriftdialekte I,
1968, 107
;
Ahldén, Bibel-Frühdrucke.
1937, 174
.