abspringen,
V., unr. abl.;
schwach belegt.
1.
›von etw. herab-, herunterspringen‹.
Wortbildungen:
abspringer.

Belegblock:

Maaler
6 v
(
Zürich
1561
):
Abspringen. Desilire.
Wrede, Aköln. Sprachsch.
45 a
;
Diefenbach, Mlat.-hd.-böhm. Wb. 6.
2.
›abspringen, sich durch Gewalteinwirkung lösen‹.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
22915
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
dem mordêre dâ zuhant | einen slac sô harte gab, | daz im spranc daz houbit ab.
Ebd.
26579
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
45 a
.
3.
›von etw. (z. B. von einem Kauf) zurücktreten‹.

Belegblock:

Rwb
1, 285
.
4.
›zugrundegehen, kaputtgehen (von Organischem)‹.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
131, 19
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wann er
[Samenart]
frosts und dörre halben abspringet, soll man andern an die statt werfen.
5.
›abprallen, zurückspringen‹.

Belegblock:

Diefenbach
494 b
:
resilire affspringen.