abspielen,
V.
1.
›etw. abkarten, heimlich verabreden‹.

Belegblock:

Luther, WA Br.
9, 425, 24
(
1541
):
der keiser gleich wol dem Bapst mit diesem gespreche eine grosse schalckeit thut, die er nicht gern hat (Es were denn also züüor abgespielet).
2.
›dahingehen, vergehen, ablaufen (z. B. vom Menschen, von der Zeit gesagt)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  19.

Belegblock:

Göz. Leichabd.
202, 9
(
Jena
1664
):
daß [...] der Mensch / unter allen sichtbahren Dingen das aͤdelste [...] so kurz abspielen / und mit so wenig Jahren [...] dahin muß.
Ebd.
303, 8
:
Wie unsre Zeiten sonst gar schnell abspielen.