abschroten,
V., unr. abl.
1.
›etw. abschneiden, abschlagen‹; speziell: ›(Münzblättchen) abschneiden‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  146,  1.

Belegblock:

Holtzmann, Gr. Wolfdietrich
794, 3
(
obd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
die stange er [keiser] im ab schriet, | also ez wer ein weiches bli.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
190, 18
(
omd.
,
1554
):
das die müncze mit dem beschneiden noch abschroten nicht vorgeringert oder verfelschet [...] werde.
Maaler
6r
;
Schwäb. Wb.
1, 66
.
2.
Einzelverwendungen im Anschluß an 1: ›etw. verkürzen‹; ›Beute aufsammeln, plündern‹.

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
595, 68
(Hs. ˹
Konstanz
,
um 1433
˺):
[der] sin lebent zit abschroͤtet.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
219, 2
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
ob im von dem chrieg mocht ain ab schrotten widervaren.
3.
›etw. (z. B. Wein) über die sog. Schrotleiter abladen‹.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
238, 13
(
thür.
,
1474
):
der solde selbist by den leyttern unde by deme schrotene sin, wanne man darmete uff-unde abeschroten sal.
Pfälz. Wb.
1, 88
.