abscheuen
(oft
abscheuchen
),
V.
›vor etw./jm. zurückschrecken, etw./jn. verabscheuen, sich vor etw./jm. entsetzen‹; oft subst.: ›Abneigung, Widerwillen gegen etw., Ekel gegenüber etw.‹.
Vorw. obd.
Bedeutungsverwandte:
, , ; Subst.: , , , .
Syntagmen:
ein a. haben
(häufig);
jm. a. bringen; jm. ein a. sein; a. entstehen; a. ab einer sache, von lastern, an der holdschaft.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1563
):
Sonst alls volck ietzt vor dir abscheucht | Und dich als ein tyrannen fleucht.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1582
):
Denn er hat nicht des armen zagen | Abschewend in den wind geschlagen, | Er hat von ihm gewendet nicht | Sein gnadenreiches angesicht.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
Solches wurd auch [...] inen, den gehorsamen, in künftig zeit unlust und abscheuchen bringen, kay. mt. weiter solcher maßen zuͤ dienen.
Glatz, Chron. Bickenkl. (
önalem.
,
um 1640
):
sie [...] diente ihnen mit verwunderlicher frölicheit und demuet, ohne einige entsözung oder abscheüen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Der Pompeius hat ab diser meinung gar ein Abscheühen.