2
abreisen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
(abe)rîsen
›(ab)fallen‹
(Lexer
2, 459
).
›herab-, herunterfallen‹.
Bedeutungsverwandte:
,  1.

Belegblock:

Schmitz, Schiltb.
79, 10
(
Frankf.
1597
):
daß man das auffgewachsene Saltz / damit es nicht Abreisse / Abschneiden [...] solte.
Gille u. a., M. Beheim
99, 906
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
[er] liess in umb und umb, das glaubt, | dy heüblin hefften an daz haubt, | daz sy in nicht abreisen | Oder enpfallen kunden.
Ebd.
160, 66
:
du prot ob aller simel, | Das abreiset vom himelreich.
Bihlmeyer, Seuse
281, 11
(
alem.
,
14. Jh.
):
Ich bin doch als ein [...] abgerisnú blůst in dem meien.
Winter, Nöst. Weist.
1, 950, 9
(
moobd.
,
1512
):
Dieselben frücht soll niemant fräflich abprechen unz das dieselb abreisen.
Ebd.
3, 754, 35
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
156, 40
;
Maaler
5 r
.