abraumen,
V.
1.
›etw. wegräumen, abbrechen, von einem Ort entfernen‹; fachsprachliche Spezialisierung: ›die nicht abbauwürdige Erdschicht wegräumen‹.

Belegblock:

Küther, UB Frauensee
275, 39
(
thür.
,
1495
):
Wan auch eyn fischer den sehe vormechte, das die obgenanten mit irem vyhenn darynn nicht kommen mochtenn, sollenn dy gedachtenn lybe unnd igklichs besundernn die macht habenn, dennselbenn uffzubrechen unnd abzcurumenn.
Barack, Zim. Chron.
1, 137, 9
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
so soll man die begreptnus mit eingelassnem messing in den grabstainen noch sehen, da man den rumm und das ertrich wurde abrummen und seubern.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
82, 8
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander abraumen, arbeitten und steinprechen.
Köbler, Ref. Nürnberg
406, 11
(
Nürnb.
1484
):
der sol geben fuͤnf pfund newer haller. vñ darzu soͤllch verpotten dach wider abrawmen.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
70, 2
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
der wagenburgkmeister sol die eussernn zeil der wegen [...] zum erstenn abreumenn lassenn.
Winter, Nöst. Weist.
3, 151, 23
(
moobd.
,
E. 16. Jh.
):
Es soll auch ein ieder an den fürhäpern seines weingartens kein zausse nit aufwachsen lassen sonder sauber abrämen.
Rechn. Kronstadt
3, 520, 22
;
Schöpper
110b
;
Pfälz. Wb.
1, 66
.
2.
›weggehen, verschwinden‹.

Belegblock:

Wrede, Aköln. Sprachsch.
32b
.