abrauben,
V.
›jm. etw. stehlen, rauben, entreißen; (Zeit) kosten‹.
Bedeutungsverwandte:
 12,  2,  3, ,  1; vgl.  1.
Syntagmen:
jm. geld / gut / stunden a.

Belegblock:

Chron. Köln
1, 2826
(
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
[sy] haint myn vrunt verdreuen | ind al ir goit gerobit aue.
Skála, Egerer Urgichtenb.
83, 11
(
nwböhm.
,
1571
):
Das Andere musse Ime der vischer Abgeraubet haben.
Fastnachtsp.
180, 4
(
nobd.
,
15. Jh.
):
Was großer fluch, was haß und neit | Wir in stet han getragen seit, | Wie vil groß guts in abgeraubt.
Heidegger. Mythoscopia
67, 22
(
Zürich
1698
):
wann erzehlte Sachen / so vil Stunden abrauben / als das Roman-lesen.
Chron. Augsb.
8, 145,
Anm. 6;
Piirainen, Stadtr. Sillein
47a, 33
;
Wrede, Aköln. Sprachsch.
32b
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 49
.