ableschen,
ablöschen,
V.,
zu den Formen vgl. (V.).
1.
›etw. (z. B. Sünde) tilgen, aufheben‹; zu (V.) 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2.

Belegblock:

Quint, Eckharts Trakt. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
In swelhem werke dû des mêr hâst, in dem bist dû mêr gereht; als vil des mêr und mêr ist, rehte als vil deste wârer pênitencie und leschet mêr sünde abe und ouch alle pîne.
Dietz, Wb. Luther .
2.
›etw. (z. B. Licht) löschen, zum Erlöschen bringen‹zu
leschen
(V.) 1.
Wohl obd.

Belegblock:

Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu. (
schwäb.
,
1613
):
welcher hürt [...] sein gemacht feur [...] nicht ablöscht.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1456
/
67
):
Do funden sy die kerczen [...] prynnen, dy doch dy gustrinn vormals abgeleschett hett.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
wie die christen [...] kämen zu nacht in ein grueb zam [...] leschten die liecht ab, fielen übereinander.
Bildl.:
Spechtler, Mönch v. Salzb.
36, 98
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
gelaubig sel tröst, herr, behend, | durch all dein güt lesch ab ir prend.
3.
›(Kalk) löschen, mit Wasser für die Mörtelherstellung zubereiten; sich mit Wasser (zum Rohstoff für die Mörtelherstellung) verbinden (von Kalk)‹; zu (V.) 3.

Belegblock:

Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
dem [...] welicher kalck ablescht [...] heist der stat paumeister [...] ein pare pfenning [...] mer geben.
Sudhoff, Paracelsus (
1526
/
27
):
so ein zinziber in ein corpus kompt, so brennet er [...] vnd löscht sich ab, wie ein kalch.
Haage, Hesel. Arzneib.
13r, 3
(Hs. ˹
nobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
galmei und tintigen, daz sol man prennen in ainem newen hafen und sol daz lezzen ab iiii or vert in ainem belischen wein
(hierher wohl auch
ablezzen
).