ablegung,
die
.
1.
›Bezahlung von etw., Schadensersatz, Entschädigung, Vergütung, Genugtuung für etw., Wiedergutmachung von etw.‹;
zu  3.
Bedeutungsverwandte:
 3,
1
 2, .
Syntagmen:
a forschen / schicken / tun; a. wieder etw. tun; a. der kosten, des schadens
(häufig).

Belegblock:

Kisch, Leipz. Schöffenspr.
328, 20
(
osächs.
,
um 1524
):
ime sulch gelt, dhweil sie ime das nicht ablegen, zu verzinsen, und auch, das sie die ablegung mit IV ß.gr., die zins darinne gerechent, alleweg tun sollen.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
155, 18
(
schles.
,
1358
):
daz wir czu Mittilwald vnd czu synim teyl geleyt habin vnd geschickit [...] geschos, czins, busin, ablegunge, erunge, wysute, welde.
Bachmann, Haimonsk.
147, 11
(
halem.
,
1530
):
Ich forschet ablegung von Karly vor all sinnen fǔrsten.
Österley, Steinhöwels Äsop
207, 38
(
Ulm
1474
/
82
):
du hast mich an ursach geleczet und hast [...] mir kain ablegung dar wider gethan.
Kohler u. a., Bamb. Halsger.
268b, 6
;
Welti, Stadtr. Bern
415, 18
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
192, 41
;
262, 33
;
2.
›Sühne, Buße, Tilgung von etw. (z. B. der Sünde), Läuterung (des Menschen)‹;
vgl.  4.
Religiöse Texte.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
1, 162, 14
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
aber mit üebunge und mit abelegunge mügen sie [krefte] enpfenclich werden.
Mayer, Folz. Meisterl.
75, 140
(
nobd.
,
1517
/
8
):
Solt anderst sie
[Maria]
ablegung thün | Des flüches der uns all an erbt.
Rudolf, H. v. Langenstein. Erch.
4, 2
(
moobd.
,
1393
):
damit der mensch zu rechter puzz der ablegung seiner svnd chomend ist.
3.
›Ausbezahlung, Abfindung von jm.‹;
zu  5.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
1, 106, 10
(
thür.
,
1474
):
ap der junge so mogende worde, daz er daz gud zcu sich losen mochte unde den andern ablegunge thun.
4.
›Entlassung (aus einem Arbeitsverhältnis), Entzug, Wegnahme (von Arbeit)‹;
zu  6.

Belegblock:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 159, 24
(
schles.
,
1509
):
Wann aber befunden wird, dass der arbeiter seiner angenommenen arbeit nachlessig vorstehet und also den gewerken zu verforteilen vermeint, so wird er mit gefengnuss oder ablegung der arbeit gestraft.
Ebd.
160, 9
.
5.
›Niederwerfung von jm., Überfall auf jn.‹;
zu  9.

Belegblock:

Wrede, Aköln. Sprachsch.
27a
.