abkerung,
die
.
1.
›Abwendung, Abfall, Lossagung von jm., bes. von Gott‹;
zu
2
 11.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Jer.
8, 5
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
worumme denne hat sich abgekart daz volk zu Jherusalem mit eynir crigyscher abkerunge?
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
9, 9, 48
(
Straßb.
1466
):
Dein vbelthůung die straff dich: vnd dein abkerung die berespt dich.
Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
9, 61
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Seht also, durch ein abkerung des willens von got erczurnt der mensch got und scheydt sich von den gotlichen und cristenlichen gepoten.
2.
›Abwendung, Abwehr von etw.‹;
zu
2
 12.

Belegblock:

Chron. Augsb.
4, 350, 4
(
schwäb.
,
v. 1536
):
zů abkerung des argen.
Wrede, Aköln. Sprachsch.
23b
.
3.
›Großbuchstabe‹(?); Metonymie aus ›Absatzkennzeichnung, Absetzung vom Vorangehenden‹ (?).
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Rot
358
(
Augsb.
1571
):
Versal, Vmbwendung / abkerung / ein grosser Bůchstab / damit man ein schrifft oder newe meinung anhebt.