abhandeln,
V.;
differenziertes und gut belegtes Bedeutungsspektrum im Dwb, Neub.
1, 356
-359.
1.
›etw. (meist gerichtlich) abhandeln, verhandeln, erledigen‹.
Syntagmen:
richter a. rumor / verbrechen / sache.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
3, 15, 21
(
moobd.
,
1581
):
was sich [...] für rumor [...] zuetregt, das hat iedes herrn richter abzuhandlen.
Ebd.
4, 41, 27
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
168, 20
;
172, 13
;
386, 16
;
Preuss. Wb. (Z) 2, 30.
2.
›jn. rechtlich belangen, verurteilen‹.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
367, 18
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
der soll durch ainen jeden anwalt [...] nicht allein abgehandelt, sondern gebiesst und ernstlichen gestraft werden.
3.
›von jm. etw. abkaufen, jm. etw. abhandeln‹.
Bedeutungsverwandte:
 1, , .

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 212, 4
(
hess.
,
1607
):
Es soll [...] verpotten sein, keinem frembden fischer [...] die fisch abzuhanndtlen.
4.
ff. ›jn. abmeiern, vom Grundbesitztum vertreiben‹; ›jn. ärztlich behandeln‹.

Belegblock:

Beide Bedeutungen mit Belegen im Rwb
1, 104
.