abgestehen,
V., unr. abl.;
vgl. das semantische Spektrum von
abstehen.
1.
›von jm./etw. ablassen, etw. aufgeben‹.

Belegblock:

Beyer, UB Erfurt
2, 43, 11
(
thür.
,
1327
):
unde in der helfe nummer abegeste wollin.
McClean, Havich
1716
(
moobd.
, Hs.
sp. 15. Jh.
):
ob Got an im gnaden pege, | das er nu icht ab geste.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
276, 4
(
moobd.
,
1373
/
8
):
mit helff wolt er in nymmer / abgesten.
Primisser, Suchenwirt
14, 271
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
do sich ergab | Der chunig und des gelubdes ab- | Gestund dem edlen kunige gŭt.
Ebd.
10, 27
.
2.
›jm. etw. absprechen, die Gültigkeit von etw. bezweifeln‹.

Belegblock:

Sappler, H. Kaufringer
32, 137
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
will mir des iemant abgestaun, | der soll als ich gezüget houn, | mit worten mich beweisen.