abfreien,
V.
1.
›sich von einer Verbindlichkeit befreien (insbesondere beim Verlassen eines Besitztums)‹.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
1, 33, 36
(
moobd.
,
1. H. 16. Jh.
):
so sol er sich gegen der frauen priorin oder ieren anwalden abfrein mit 24 ₰.
Ebd.
1, 49, 7
(
17. Jh.
):
der abzeucht auf aines andern herrn guet, so fahr er, aber mit ganzen dienst zum abfreien sambt den nuz.
2.
›jm. jn. (z. B. Dienstboten) abdingen, abwerben‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
2, 246, 39
(
moobd.
,
15. Jh.
):
wer ainem dem andern chnecht oder diern abfreit ee das si urlaub habn [...] trag im sein schädn ab.
3.
›jm. jn. (heiratsfähige Tochter) weglocken, entführen, heimlich heiraten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Winter, Nöst. Weist.
3, 679, 27
(
moobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
Wo ainer ainem sein kint abfreiet durch verhaissung, soll schwerlich gestrafft werden.
Ebd.
3, 746, 9
(
16. Jh.
):
so ainer ainem sein tochter abfreit ausserhalb wissn vatter und mueter [...], den soll man straffen.