aberwiz,
der / die
;
-es/-
.
›Vernunftgestörtheit, Irrigkeit, Wahnwitz, Verrücktheit, Überklugheit‹; speziell: ›das Irresein des Alters‹.
Vorw. obd.
Bedeutungsverwandte:
, (
der/das
), , , , , , .
Syntagmen:
a. wissen / tragen; in der / die a. gehen, in / aus a. reden, in a. kommen / geraten, jn. in a. füren / stürzen.

Belegblock:

Opitz. Poeterey
54, 2
(
Breslau
1624
):
Wo diese natuͤrliche regung ist / welche Plato einen Goͤttlichen furor nennet / zum vnterscheide des aberwitzes oder bloͤdigkeit.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
Der Alt ist nit witzig, er gat in der Aberwitz, er ist wanwitzig worden.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1450
/
67
):
Sy gelaupten im nit und sprachen all gemainckleich: ‚Dyser allt man geet an die aberwicz‘.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Der Schwindel in hoͤchster Ehren spitz / Fuͤhrt manchen gar in Aberwitz.
Ebd. :
Einer soll des anderen last / buͤrde / weiß / gebrechen vnnd aberwitz wissen vnd tragen.
Schmitz, Schiltb.
29, 8
;
Bolte, a. a. O. ;
Bernoulli, Basler Chron. ;
Spengler, Fischart
1969, 174
;
Dietz, Wb. Luther .