aberwandel,
der
.
1.
›Genugtuung, Trost‹; zu
wandel
›Ersatz, Vergütung‹ ().

Belegblock:

Kottinger, Ruffs Adam (
Zürich
1550
):
darumb solt din hertz rüewig machen, | grad gott befelhen disen handel; | der kan uns gäben aber wandel.
2.
›Bedenkzeit (vor definitivem Abschluß eines Geschäftes)‹;
vgl. .
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Adomatis u. a., J. Murer. Ufferst.
310
(
Basel
1567
):
Das ist fürwar ein strenger handel | der ztrachten wol doͤrfft aberwandel | Doch gib ich kurtzen bscheyd und bricht.
Krebs, Prot. Konst. Domkap.
382
(
nalem.
,
1491
):
alß her Hans haut gedingt viertzehen tag aberwandel.
Schwäb. Wb. (mit gleichem Bedeutungsansatz wie
aberwand
).
3.
›schlechter Lebenswandel‹; mit pejorativem Wortbildungspräfix
aber-.

Belegblock: