ab|erkennen,
V.,
unr., rückuml.; Prät.:
-kante,
Part. Prät. meist:
-kant.
1.
›jm. etw. (durch Rechtserkenntnis oder nach sonstigen Überlegungen) absprechen, verweigern‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
293, 2
(
thür.
,
1474
):
unde hat Hanß Koch der briffe abeschriefft geheyschet, ist ym daz durch eyn orteyl abeerkant.
Kohler u. a., Bamb. Halsger. (
Bamb.
1507
):
solche obgemelte kuntschafftstellung auch dem gefangen [...] nit abgeslagen oder aberkant werden sol.
Koller, Ref. Siegmunds (Hs. N,
um 1475
):
und wart vor im seins vater erbe aberkant von den, dye nit daruber zü erkennen hetten.
Kohler u. a., Peinl. GO Karls V. ;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. ;
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 65, 10
;
Schwartzenbach
A iiijv
;
2.
›etw. (z. B. Zölle) aufheben, abschaffen‹.
Wortbildungen:
aberkennung.

Belegblock:

Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
do wurden alle newe ungelt aberkent.
sie wölten [...] sich der urtail und aberkennens halten, das ain rat getaun hett.
3.
›etw. (z. B. Waren bei Qualitätsprüfungen) als minderwertig verwerfen‹.

Belegblock:

Chron. Augsb. , Anm. (
schwäb.
,
1501
):
inen sol auch die person [...] geloben, solich aberkennt garn [...] aus diser statt wegkzuthun.