überläste,
Letzteres seltener belegt; nur vereinzelte Belege, die auf die physische Last Bezug nehmen (dies in 1); ansonsten jeweils Verwendungen für unterschiedliche, durch den Menschen zu verantwortende Belastungsbereiche: Unbill auf der Ebene der sozialen Beziehungen (
2), im politischen Bereich (
3), in Kriegen u. Ä. (
4), auf religiöser Ebene (
5) sowie in einzelnen schwach belegten und kaum zusammenfassend charakterisierbaren Randbereichen (
6 und
7).
1.
›jn. überwältigende Unannehmlichkeit, als Last, Übermacht empfundene Naturgegebenheit (darunter auch z. B. das Ausbrechen des Tages)‹; ›physische Last, die auf einem Fundament ruht‹; ›physischer Zwang durch einen Stärkeren‹; speziell: ›sexueller Trieb‹ (der Löwinnen); vgl.
(Präp.)
1 (ütr.); 10,
1.
Bedeutungsverwandte:
3,
3; vgl.
4,
(
das
)
2,
1.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
der wind
)
ein ü. sein, j. der welt ein ü. sein
;
der schein (des tages) mit ü. kommen, die lewinnen von ü. unkeuschen, ein quader etw. von ü. spalten
;
die grosse überläste
.
Wortbildungen:
(Adj.) ›übermächtig, erdrückend‹ (dazu bdv.:
, Adj.,
2,
).
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz ir
[der
quader
des himmlischen Jerusalems]
werk nicht durfte spalden | Von grozer oberleste, | Wen her
[
amechtiste
, ein
stein
]
hat die gruntveste | Zu grunde gebunden garwe.
Bartsch, Reinfrid
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
wie diu strenge bürde | der uberlesten minne | sîn herze und ouch sîn sinne | sô sêre niht endruhte.
Vberlast (der) Oppressio. Ein burde vnnd Vberlast seyn / Vberlaͤgen seyn. Oneri esse.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
(
schwäb.
,
1471
):
Er [des tages glast] chomt mit groszem v̈berlast, | Sein schein zertrennt das firmament.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
dâ sint die lebinne, die unkäuschent mit mangerlai tiern, oft von überlast und oft von gelust, und dâ von koment die parden.
2.
›schwere Last, Unbill, Unannehmlichkeit, Schikane, die j. allgemein, speziell im Alltag, im ehelichen Zusammenleben, in normaler menschlicher Begegnung zu ertragen hat oder die er (seltener) auch selbst werden kann oder sich selbst sowie anderen (z. B. durch
ehebruch, fressen, zusaufen, unzucht
) zufügt‹; im Unterschied zu
1 auf Bezugsgegebenheiten sozialer, in der Hand des Menschen liegender, speziell beziehungsbegründeter Art bezogen; vgl.
(Präp.)
10,
1.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
,
,
(
das
)
2;
3,
,
,
(jeweils ütr. auf e. P.; katalogartig).
Syntagmen:
ü. leiden
(z. B.
von jm., von schulden
) /
rächen, j. e. S
. (z. B.
des ehebruchs
)
ü. haben (von jm.), j. jm. ü. tun
(z. B.
die stiefmutter den stiefkinden
) /
zufügen
;
jm. ü
. (Subj.)
geschehen
;
j. / etw
. (Subj.)
(jm.) ein ü. sein
(z. B.
im alter
);
j. jn. ane ü. lieb haben
, eine Stadt (Köln)
durch ü. verstossen / verniedern, sich vor dem ü. segnen
;
der ü. des pfeifers
;
der böse /schwere ü
.
Belegblock:
Peil, Rollenhagen. Froschm.
316, 1746
(
Magdeb.
1608
):
Was du von andern vngern hast | Damit thu Niemandt vberlast.
Disser doctor Horst war ein from einfeltich man gewest, war in der borsen doctor worden und hat groissen uberlaist van den prebendaten und gesellen leiden moissen.
up die zit was Coellen [...] van irre ersten eirwirdicheit durch mannicherlei overlast verstoissen ind verniddert wurden.
Neumann, Rothe. Keuschh.
2917
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
du salt dinen eben menschen lieb habe | in reinen togenden an uber last | in der wise alss du dich selber hast.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
do enpfing dy forstyn zu scarioth einen son von orem elichen manne. Unnd do der son etwas gross wart, do teth ome judas vele obirlasten.
damit den gevangen kein überlast geschehe und das niemants fremds mit in rede.
Sag mir, pist nur anders doch, | Dan ein hantschlit, ein schwere pird und joch? | Du kumet, rosfeil und uberlast, | Du fegenteufel, rollfaß, du schimelkast.
Zu der Faßnacht ich wieder sprach: | Sag mir, du schwerer uberlast, | Wie dast kein aug noch ohren hast!
bekenn lauter und pur, | Von wem du den [sun] entpfangen hast! | Deß ehbruchs solt kein uberlast | Haben, sey dir warhafft vergeben.
Goedeke, P. Gengenb.
(o. O. o. J.):
Do ich allzyt der buͦlschafft pflag | Vnd was allzyt ain werder gast | So bin ich jetz ein vberlast.
Niewöhner, Teichner
591, 51
(Hs. ˹
önalem.
,
um 1433
˺):
da von ist ez recht getan | als dez pfiffers uber last: | da ainer spricht: ,drutz, nit blast!‘ | so spricht diser: ,er muoz mir pfiffen‘.
Fuchs, Murner. Geuchmat
1988
(
Basel
1519
):
Jm alter bist eyn überlast | Vnd, gloub mir, ein vnwerder gast.
Vberlast m. Ein solch ding welches dem andern wehe thuͦt [...]. Einem (vberlast) thun [...]. Die Stieffmutter thun ihren stieffkinden gemeinlich (vberlast).
Jellinek, Friedr. v. Schwaben
120
(
schwäb.
, Hs.
1478
):
Unnd segnet sich vil vast | Vor allem boͤsen úberlast.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Damit sie aber [...] irem brueder oder den seinen kein überlast were, do begert sie an graf Christoffen, er welte [...].
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Der herczog tet dem geleich, als er gar zornig wer und wolt dem Unger sein überlast
[ins Wasser geworfen worden zu sein usw.]
gern rechen.
3.
›durch wirtschaftliche Ausbeutung, Belastungen, Dienstleistungen für die Grundherrschaft, auch: durch soziale Lasten für die Familie sowie durch einzelne Ärgernisse wie Regelungen des Abflusswassers bedingte Beschwernisse, Belästigungen, Übergriffe, Gewaltakte einschließlich des dadurch bewirkten Schadens‹; im Unterschied zu
2 eher politischer, verfassungsbezüglicher Art; vgl.
(Präp.)
10,
2.
Bedeutungsverwandte:
3,
,
3,
4,
1
2,
(
der
)
5,
1,
(
der
)
11,
2; extensional gesehen u. a.
,
1,
,
.
Gegensätze:
(
das
)
1,
(
die
)
1,
5.
Syntagmen:
j. ü. bekommen
(
von unreinem wasser
) /
haben
(von dem
wildbrät, von jägern / überreutern, von den herren
),
keiner
(z. B. der
konventualen
, Gen. Pl.)
ü. haben, j. einen ü. ringern / sänftigen, jm. (einen) ü. erzeigen, tun
;
jm
. (z. B.
den juden
)
ü
. (Subj.)
geschehen, ein ü. jm. zu rauch sein
;
j. jm. ein ü. sein
;
jn. von einem ü. ledigen
;
der ü. des dinges / gerichtes
;
der grosse ü
.
Belegblock:
Grauamen. Beschwerd beschwaͤrnus vberlast belestigung.
Köbler, Ref. Wormbs
290, 21
(
Worms
1499
):
so soll diser [der nachpur] [...] gehalten werden das vnrein wasser vff ime selbs zubehalten. also das synem machpurn
[sic!]
kein fürter vberlast oder beschwerung dauon komme.
Harms u. a., Alberus. Fabeln
49, 5
(
Frankf./M.
1550
):
Da hatten die Froͤsch ein fein sach | Vor zeiten / vnd ein gut gemach / | Kein vberlast / vnd warn gantz frey.
Behrend, Magd. Fragen
(
omd.
,
um 1400
):
So vindet der scheppe, dez dingis obirlast unde unlust des gerichtis.
Nu das erfuren die Krichen, das on die von Troyan alsso grossen oberlast unde hoen gethan hatten, unde qwamen zusampne unde hilden dor umbe radt.
Hertel, UB Magdeb.
(
omd.
,
1492
):
von den selbtien gesellen geschiet uns armen joden gros ubirlast und gewalt.
Jörg, Salat. Reformationschr.
313, 18
(
halem.
,
1534
/
5
):
ob jemand / mit den geystlichen prelaten und personen / ouch mit den gotzhüsern / stifftungen, cloͤstern etc. ettwz bschwaͤrd / misbrüch / und überlasts haͤtte.
Müller, Nördl. Stadtr.
(
schwäb.
,
1481
/
3
):
soll sie ain raut getruͤlich handthaben und in niemand kainen uͤberlast noch unglimpf zuͦfuͤgen laussen.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Sein gnaden was bericht worden, wie er [pfarrer] grossen uberlast gehöpt hette, schaden empfangen an rossen, cappaunen, hennen.
nu merkt, ob wir überlast von dem herrn haben oder nit.
Uhlirz, Qu. Wien
(
moobd.
,
1490
):
dass denen,
so zu
ihnen
handeln und chommen, beschee auf wasser und auf land [...], gross überlast nemung und angriff.
Was überlast und beschwerung er [der arme man] hat von dem wildprett, jegern, überreutern und dergleichen volk, mag ich izo nit von reden.
Ukena, Luz. Sp.
1662
;
3201
;
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
;
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
88, 28
.
4.
›kriegsähnlicher Zustand, Gewaltanwendung, Unterdrückung, Beherrschung, Zerstörung durch militärische Mittel‹; metonymisch: ›damit verbundene Lasten‹; vgl.
(Präp.)
10,
1 (ütr.).
Mehrfach narrative Texte.
Bedeutungsverwandte:
1,
(
die
)
1,
(
der
)
2,
(
der/das
)
1.
Syntagmen:
ü. leiden, j. (jm.) ü. aufrichten / eintragen / zuziehen, der pfafheit, den klöstern ü. tun
;
etw
. (Subj.)
durch keine überläste zergehen, j. ein degen zur ü. sein
;
der grosse ü
.
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Sam sint in ander siten | Die dutsch geslachten helde, | So nie die werlt irwelde | Degen also notveste | Zu grozer oberleste.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
des vroit sich ouch der bösewicht, | daz er hatte ûfgericht | den cristnen sulche ubirlast.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Ich muß alhie zu male beliben | Odir die wappen ußdun und sij laßen lygen. | Der helme zu aller erste | Dut mir groß uberleste, | Das ich glich bin verdurmelt.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
umme des closters willen, [...], das dann vele ubirlast unnd note leyt von der obgenanten vesten, dor umme wart es vor storet.
Also toten dy von werczpurg der pfaffheit unnd den clostern grossen schaden unnd ubirlast unnd zu brochen dy gotesshusere.
sein Heer bessert sich / vnd war so groß / das er [Scipio] sich vor Carthago Lagert / vnd thet jhn grossen vberlast.
ob auch die gevangen von der weppner wegen fragen würden, soll man in sagen, daß die von der stat nottdurfft wegen dar zu geordent sind, aufflauffe und anders, ob sich in diesen kriegsleüfften in der stat ichtes begebe, zu fürkomen und auch darumb, das in auch dest mynder uberlastes zugezogen werd.
Mayer, Folz. Meisterl.
(
nobd.
,
um 1480
):
Pey diser archen feste | Die cristlich kirch verstet, | Die durch kein uberleste | Pis an das ent zurget.
Wann nit fúrgee in die menig: seit das es sind vble dinge also das do werd eingetragen der vberlast
[
Dietenberger
1534 /
Eck
1537, 3. Esr. 2, 29:
muͤe
]
den kúnigen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
176, 19
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
das sie [...] iren guten fryd hieltend, wan sie soͤltend sin [Alexanders] kain úberlast nit hön.
5.
›den Trägern religiöser Überzeugungen zukommende, je nach Einzelnarrativ sehr unterschiedlich belastende Handlung‹; im Einzelnen: ›selbst auferlegte Askese‹; ›
armut
4,
gebrest
1 (der Juden), als göttliche Strafe erklärtes Elend der Juden (da diese unverbrüchlich am Glauben an ein zukünftiges Kommen des Messias festhalten)‹; ›durch den christlichen Glauben bewirktes Leiden‹; ›Ächtung der Christen‹; ›Lästerung des Menschen‹; ›Maßlosigkeit im Handel‹; dies alles auch als Voraussetzung göttlicher Steuerung; zu
(Präp.)
10, vgl.
1.
Älteres und mittleres Frnhd.; Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
1;
2,
3;
6;
7,
1,
1,
1,
(
die
)
5,
1; extensional:
3,
1,
,
,
2,
2.
Syntagmen:
j. ü. leiden, j. jm. ü. tun
(z. B.
der leidiger den guten
);
j. in überläste sänftmütig sein, mit ü. freveln, von dem ü. krank werden
;
der ü. der menschen, der übungen
;
der arge ü
.
Belegblock:
Neumann, Rothe. Keuschh.
2954
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
also Noe uf der sintflud, | also Abraham in dem glauben veste, | also Moyses sanfftmutig in ober leste, | barmhertzig also konig David, | der betrupnisse leid manig ziid.
Gille u. a., M. Beheim
230, 61
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
nach der selben maynung wert | Ir leiden gross gepreste, | Armut und uberleste | pey eurem Messiam, des glaubt mir.
wer frevelt mit überlast, | Auff die wird gott für seinen segen | Außgiessen ein grawsamen regen.
Er waz do in den ziten vil krank worden von dem úberlaste der vordren uͤbungen.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Dar nach si
[
maget
und
ir gesinde
]
aber grosse not | Von hunger hettend, ăne brot. | Aller spise in gebrast, | Jamer wart ir úberlast.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
41, 33
(
tir.
,
1464
):
das gepot gottes das soll albëgen sein in deinem herczen. Fürcht nicht den v̈berlast der menschen, vnd fürcht nicht ir lëstrung.
Dies., Imitatio Haller
87, 11
(
tir.
,
1466
):
Die heiligen vnd diener Jesu Kchristi die haben dem herren gedient vnd haben durch seinen willen geliten hunger vnd durst [...], mit vasten vnd mit dem götleichen petrachten vnd haben geliten grosse echtung vnd vberlast von den menschen.
Gille u. a., a. a. O.
138, 76
.
6.
›Tätlichkeit, Bedrängnis, Gewaltanwendung (gegen eine Frau)‹; personifiziert auf einen Vergewaltiger sowie auf Venus bezogen, in letzterem Falle auch als
süsse bitterkeit, liebliche krankheit, bubenstük
u. Ä. gefasst; vgl.
(Präp.)
10,
1.
Gehäuft wobd. / oobd.; Texte gebundener Form.
Bedeutungsverwandte:
3,
(
das
)
1,
(
der/das
)
1,
.
Belegblock:
Fuchs, Murner. Geuchmat
1637
(
Basel
1519
):
Venus, du unrüwiger gast, | Du schwere bürd vnd überlast, | O du süsse bitterkeyt, | Du zart vnd fründlichs hertzen leydt, | Du aller liebste kranckheit myn, | [...] | Froͤlichs / gnuͦgsams / hoͤchstes glück, | Frum, erber, doch mit buͦben stück.
Sappler, H. Kaufringer
4, 296
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
er [gast] vorcht erst, grossen überlast | wölt im nun der wirt antragen.
si vorcht, ir ere wurd geswacht | von der bösen lüte red. | irem mann si das ze wissen det | und clagt im grossen überlast, | den sie hette von dem gast.
der ritter was ir überlast. | ir kom niemant ze hilfe do.
das du pist wirt und ich dein gast. | was du mir tättest überlast, | das wär wider die haußer dein.
Kopp, Volks- u. Gesellschaftsl.
.
7.
steht mit genitivus explicativus (oft im Reimzwang) für den genitivischen Ausdruck, sodass dessen Inhalt semantisch dominant wird (z. B.
des streites, der schanden überlast
).
Im mittleren Frnhd. auslaufend; Texte gebundener Form.
Belegblock:
Fischer, Brun v. Schoneb.
(
md.
, Hs.
um 1400
):
von deses strites obirleste | so sint getotet gebur und geste.
Koppitz, Trojanerkr.
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Nach der schanden über last | Warb er hartte serre.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Wan aller krefte ir gebrast | Von laides, jamer úberlast.
Jellinek, Friedr. v. Schwaben
4386
(
schwäb.
, Hs.
1478
):
Er genadet ir vast | Mit wortten úberlast
(›mit vielen Worten‹).
Fräw und kúnigin guͦt, | Hie staut eẃer ferch und pluͦt: | Wir bitten eúch alle drẃ vast | Mit unnsers hertzen úberlast
(›von ganzem Herzen‹).
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Der vraͤuden úberleste | Machet mich in hertzen fruet, | Daz ich pin recht wol gemüt.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
502, 6
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Mit streites überlaste wurden die Chriechen mit all gar überobert.