Opulenté. Vollauff genug reichlich vberschwencklich vberfluͤssig.
das die Lufft allerley Vogel gebe, das Meer vnd wasser mancherley Fische vberfluͤssig bringe.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Köln
1582
):
Man wirt ihm aus Arabjen reich | Gold vberfluͤssig geben.
Hajek, Guͦte spise
1569
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
Dan kunst, weyßheitt, ouch alle lehr | Ihn dir
[dem
teüfel
]
so v̈berflüßig ist.
Volz, Prophet Daniel W
5, 12
(
Worms
1527
):
Vrsach halb / das vberflüssiger
merer vnd witziger
mer
hoher
]
geyst / kunst / vnnd kluͤgheyt / die treum außzuͦlegen [...] vnnd alle knoͤpff auff zuͦloͤsen / an jm erfunden ward.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
76, 14
(
Frankf.
1535
):
Spießglaß [...] benimpt das überflüssig fleysch / das da wechset in einer wunden.
alle fluß des leibs die einen vrsprung haben von hitz odder überflüssiger feuchtung.
Knape, Messerschmidt. Bris.
2, 8
(
Frankf./M.
1559
):
ALS nun Brissonetus [...] sprachen gelehrnet / daran denn sein Preceptor ein vberfluͤssigs benuͤgen [...] hetten.
Perez, Dietzin
1, 133, 21
(
Frankf.
1626
):
muß ein Wirthin vnverdrossen / eines guten Verstands / vnd faͤrtig von der Hand seyn / welche Tugenden alle meine Mutter vberflússig gehabt.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Ubervluzzig er [tuvel] vindet | Bosheit, da mit en schindet | Lucifer Gotis riche.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
Ire hus sint bespunnen wol | Und mit werltlicher habe vol | Gevullet ubervluzeclich.
Hertel, UB Magdeb.
(
omd.
,
1487
):
es sol auch nymand von den schutczen [...] sich unhubisch und unczuchtig [...] mit uberflossigem essen und trincken, [...], halden.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
10, 18
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
dorynne worin alczu schone pallas, [...] obir vlussik an allir vrucht unde lust, czu vordirst von schonen juncvrowin.
Dy stat unde das rich hot vil schonir gartin und vrucht obirvlussik.
Harr! ich wil dir zalen | Dein untrew und dein falsche dück | Uberflüssig auf deinem rück.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
144, 41
(
Nürnb.
1548
):
was vnser art sey / wenn wir alles vberfluͤssig haben / weyst du guter maß wol.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs.
um 1474
):
[Dye orden] betrigen den babst und clagen yr demut und sein uberflussig reich.
Roder, Hugs Vill. Chron.
(
önalem.
,
1529
):
Der was ain uberflussig, kosstfriger her, aber gar streng.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
und umb das | Nút úberflússiges inim was, | Da von im moͤchte swiczen nicht.
Broszinski, Minner. Chir. Parva
81v, 34
(
halem.
,
2. H. 15. Jh.
):
Capitel der úberflússigen wunden. Cura der wunden, die da úberflússig feisch habent, [...].
Ukena, Zuger Trag.
1569
(
halem.
,
1598
):
Dan kunst, weysheitt, ouch alle lehr | Ihn dir
[dem
teufel
]
vberflüßig ist.
die gefeldeten und ingestochnen kurtzen hosen, die gantz uberflüssig an tuͦch sind.
Zierden die Vberflüssig sind vnnd allein zuͦ pracht dienend. Ambitiosa ornamenta.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
201, 25
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
der vressig, daz er gnuog si der frasheit, so isset er überflüzigü ding.
1481 ist [...] ein kalb geboren wurden, hat 6 fieß gehept, [...], hat nichtz geschmeist noch gepruntzt, noch nicht überflissigs der nature von im gethan.
daß er [...] überflissige libereien mit allerlai biechern, göttliche kunst lerende, auffgerichtet hat.
in der zeit der not, so sie mit überflissigen kriegen beschwert gewesen.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Marggraf Leupolt waz an dem leibe wol gestalt und schön überflüssichleich an den siten.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wan die veigen ziehent die überflüzzigen fäuchten zwischen vel und flaisch und die füllt dann die runzeln.
Rudolf, H. v. Langenstein. Erch.
41, 18
(
moobd.
,
1393
):
Ein ygleicher hoffartiger mensch ist [...] vberfluͤzzig an gewant, hoffertig an dem gang, hochprangig mit aufgeraktem hals.
Roth, E. v. Wildenberg
(
moobd.
,
v. 1493
):
es ward auch dabei gesehen gar grosse und uberflüssige hochfart.