über,
Präp.;
in einer Reihe von Belegen, vor allem in Phrasemen und in den Wortbildungen ist eine eindeutige Zuordnung zu einer Wortklasse (speziell zu Adv. oder Präp.), vor allem unter funktionalen Aspekten kaum sinnvoll möglich; vgl. im den Stichwortansatz
über
: Raumadverb und Präposition. – Die Ansätze 1–4 sind unter je eigenen Aspekten räumlich bestimmt: durch die vertikale Lage auf etwas (1), die vertikale Richtung (2), die Bewegung über eine horizontal gesehene Fläche (3), das Gegenüber von einer Bezugsgegebenheit (4); 5–7 sind zeitlich bestimmt, und zwar nach der Zeitdauer (5), nach deren Überschreitung (6), nach deren Vergangenheit (7); in 8–10 folgen vom Raumgedanken her motivierte soziale / modale Semantisierungen, beginnend mit einem normalsozialen Überordnungsverhältnis (in 8), sich fortsetzend mit Gott als absoluter Orientierungsgröße (in 9) und einem quantitativen oder qualitativen Mehr (relativ zu einer vorausgesetzten Normalgröße; in 10); für Ansatz 11 werden Gegensatzverhältnisse thematisiert, die am ehesten als Ütr. von 2; 4 her motiviert werden können; in 12 herrschen Sonderbedingungen (s. d.).
1.
steht mit folgendem Subst. für eine Bezugsgegebenheit sachlicher oder personenhafter Art, auf der eine andere Gegebenheit gelegen, stehend, situiert ist oder als dort situiert gedacht wird.
Phraseme:
jn. über rük tragen
›jn. schonend behandeln‹ (z. B. beim
überackern
).
Bedeutungsverwandte:
3
1, 1.
Gegensätze:
(Präp.) 1.
Syntagmen
(mit Dat.):
der leib ü. sich schwimmen, der friede ü. jm. ruhen
(bildlich),
j. ü. jm. sitzen
(charakterisiert die Lesehaltung e. P. über js. Schriften),
seinen stul ü. dem schöpfer setzen, ein komet ü. einer kirche gestanden, drei chöre ü. einander aufgeschicket sein, ü. uns etw
. (Subj.)
gezeichnet sein
;
das haus ü. dem gang, die sonne / der mond / die sterne ü. uns, die tiefe / weite ü. den himmeln, über der welt
;
ü. einander stehende zalen
.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp. (
ohess.
,
1501ff.
):
Ich [Lucifer] wol min stull seczen uber mim scheppere.
Eggers, Psalter
5, 4
(
thür.
,
1378
):
Obir vns ist gezceichenet das lieht dines antliczez.
Opitz. Poeterey
8, 6
(
Breslau
1624
):
die schoͤnen Coͤrper vbervns / Sonne / Monde vnd Sternen.
Ebd.
23, 12
:
Jch empfinde fast ein grawen | Das ich / Plato / fuͤr vnd fuͤr | Bin gesessen vber dir.
Logau. Abdank.
169, 7
(
Liegnitz
1651
):
Wo Christi Juͤnger in ein Hauß kamen / da sprachen sie: FRJEDE sey in diesem Hause! War nun ein Kind deß FRJEDENS drinnen / so ruhete dieser FRJEDE uͤber Jhm.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu. (
schwäb.
,
1559
):
In den jetztgemelten straffen soll niemands verschont, übersehen noch über ruck getragen werden.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Jn ygleicher ierarchey | Geordent sind der choͤr drei, | Aufgeschiket uͤber sich.
Qu. Brassó
5, 375, 20
(
siebenb.
,
1596
):
ist am 25. Tag Julii ein Comet gestanden uber der ungerischer Kirchen.
Ebd.
552, 43
(
1616
):
Das Haus aberem Gang .... pro. fl. 3000.
M. Cunitia. Ur. Prop. ;
Böhme, Morg.R.
152, 12
;
Barack, Zim. Chron. .
2.
steht mit folgendem Subst. für eine Bezugsgegebenheit sachlicher oder personaler Art, über die eine andere Gegebenheit vertikal gerichtet hinausgreift, sich hinausbewegt oder die j. vertikal oder vertikal gedacht nach oben hebt; die Bewegungsrichtung weist damit meist von einer niedrigeren auf eine höher situierte Gegebenheit / Lage, kann aber auch umgekehrt verlaufen; bei dem Blick nach oben kann die Anschaulichkeitsgrenze überschritten werden, indem eine offene religiöse Welt ertextet wird, z. B. in den Formen
über alle himmel
,
über zeit und stat
,
über alle höhe
; teils metaphorischer oder bildlicher Gebrauch.
Phraseme:
das untere über sich keren
›alles auf den Kopf stellen‹;
es geht über und über
›es geht drunter und drüber‹;
jn. über die achseln ansehen
›jn. herabwürdigend ansehen‹;
jn. über den ars brennen
›jn. zum Narren halten‹;
über das seil springen
›sich verführen lassen‹;
jn. über das seil werfen
›jn. hinters Licht führen‹;
jn. über spottes balken foltern
›jn. verspotten‹ (hierher?).
Syntagmen
(in Auswahl; mit Akk.):
j. ü. sich begeren, der geist als minne ü. sich selbe gezucket werden, ein gericht ferre ü. sich aufgehen
›sich weit in die Höhe der Berge erstrecken‹,
die augen ein wenig ü. sich
(zeigen),
das har jm. ü. die oren herab gehen, die sonne über gut und böse scheinen, glast ü. man und sterne geben, ein horn ü. sich
›nach oben‹
ragen, das wasser ü. die berge gehen, j. (ein cherubin) ü. sich in die höhe wandern, j. (Christus) ü. alle himmel aufgefaren sein, j. (Hannibal) nicht ü. ein gebirge kommen, j. ü. die mauer fallen, äste ü. sich hinauf
›von unten nach oben‹
abhacken
(auch zu 1 stellbar),
j. von dem nabel ü. sich ein mensch sein, j. bis ü. die knie im drek arbeiten / stehen, jn. ü. sich setzen, sich ü. sich keren, über sich blicken / sehen / werfen, sich ü. sich selber, über alle kräfte, alle vernunft, alle redlichkeit erschwingen, j. etw. ü. sich nemen
›auf sich nehmen‹,
ein werk ü. sich in got richten, segen ü. das land, das treide, die christenheit geben, j. ü. das haupt
›kopfüber‹
abfallen, j. arbeit / zeit ü. sich nemen, j. jn. mit den händen ü. sich binden, über das pferd abschlagen, haupt ü. ars
›kopfüber‹
den berg alwallen lassen, j. jn. ü
. ›auf‹ (wörtlich)
den altar stellen, Christi hände den toten ü. sich ziehen, gottes natur / wesen ü. alle höhe sein, js. stärke ü. die himmel wachsen
.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Fallere [...] bethoͤren hinterkommen vbers seyl werffen.
Luther, WA (
1532
):
die zeit da uns der Teuffel fressen wolt auf demn Reichstag zu Augburg und stund alles ubel satt und so rege, das alle welt meinet, es wurde uber und uber gehen.
Ebd. (
1545
):
Christus hende aber [sind] so leichte, das sie auch die Todten heraus vnd vber sich zihen.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb. (
Köln
um 1490
):
Het ouch eyn mayt eyn lyeffgyn uysserkoren, | Also dat sij den magedum hette verloren, | Ind were gesprongen over das seyl, | Dat kan ich allet machen heyll.
Karnein, Salm. u. Morolf
660, 4
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
da viel er im uber das heubt | abe inn einen dieffen burg graben.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
6, 10
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Wir tun als die sunne, die scheinet über gute und böse.
Thür. Chron.
1v, 7
(
Mühlh.
1599
):
vnd Regnet an allen Enden der Welt [...] ohn vnterlas / vnd das Wasser gieng vber alle Berge.
Ebd.
7v, 13
:
da moͤchte er [Hannibal] vor grossen Felsen nicht vber das Gebirge kommen.
Sermon Thauleri
6va, 32
(
Leipzig
1498
):
Du salt mit vnbegerten sinnen dich erschwingenn vber dich selber vnnd vber alle creffte vber redlikeyt, vnnd vber vornunfft.
Pyritz, Minneburg
533
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Din
[Bezug auf
Kind
]
sterke kan so hoh uff wimel, | Daz si wehset uber die himel.
Ebd.
2563
:
Ich wird auch dicke gefultert | Zwor uber spottes balken.
Gille u. a., M. Beheim
25, 19
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Nun sicht man mich uber die achseln an.
Reichert, Gesamtausl. Messe
17, 6
(
Nürnb.
um 1480
):
Und das hare sol nicht lang seyn, das es im icht ueber und fuer die oren herab gang.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1621
):
Er gibt den Segen uͤber alle Land. | Wol uͤbr den Wein vnd uͤbr das Traͤyd.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Ich heiss daz ein floierend vernúnftekeit, so dem menschen gerumet wirt von súntlicher grobheit, und geloͤset wird von haftenden bilden und sich frilich uf erswinget úber zit und úber stat.
Bachmann u. a., Volksb. (
alem.
,
15. Jh.
):
do hieß der keyser, daz man den wirdigen edlen ritter darin stieß unnd inn denn berg ab ließ wallen, houpt uber ars.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
14. Jh.
):
so
[selbst bei
einunge
]
ist noch goͤtteliche nature und sin wesen hoch und hoch úber alle hoͤhi.
Cirurgia H. Brunschwig (
Straßb.
[
1497
]):
Würt er aber schelß vbersich gestochẽ zwischẽ hut vnd fleisch dz ist eĩ große pluͦt rũß.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Vil strangklich er gebunden wart | An ain sul der selben vart | Mi den henden úbersich.
Jörg, Salat. Reformationschr.
332, 24
(
halem.
,
1534
/
5
):
wo die ungemessene gnad unsers himelschen vatters jnen / allten orten / nit so guͦtlich zuͦ gstanden / waͤre aller Eygnoschaft [...] das under übersich kert.
Schmidt, Rud. v. Biberach
6, 24
(
whalem.
,
1345
/
60
):
daz der menslich geist in als groz brvͥnst der minne vber sich selbe wirt gezuket.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vbersich nemmen / Etwas zuͦ thuͦn verheissen.
Sappler, H. Kaufringer
30, 45
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
sie kerent das under über sich, | darumb das es sei gämelich, | und für sich das hinder.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
8, 50
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Als die sunn geit liechten glast | über man und über stern.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
E. 16. Jh.
):
Wer in unsern mark uber maur ausfellt, thor oder thürn offnet ân erlaubnuß.
Ebd. (
1504
):
Das lantgericht [...] get uber sich auf als ferr die wassersaig wert.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
îr wert uͤbern aͤrs geprant, | das euch der schad wîrser tuͦt dan die schand.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1506
):
Zum sibenten sollen die esst an den erwachsenen stamen hinfüran mit ainer solchen ordnung, nemblich nit höher dan als einer von ertreich auf mit ainer hanthacken gelangen mag, und uber sich von under hinauf abgehackt werden.
Dietrich. Summaria
20r, 37
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel ;
Menge, Laufenb. Reg.
500
;
Wiessner, Wittenw. Ring
572
;
3186
;
Päpke, a. a. O. ;
Bachmann, Morgant ;
Andreae. Ber. Nachtmal
67r, 8
;
Sappler, a. a. O.
11, 384
;
Meisen u. a., J. Eck
33, 23
;
Bauer, Geiler. Pred.
101, 5
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. ;
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
866
;
1728
;
Vgl. ferner s. v. 6, 2.
3.
steht mit folgendem Subst. für eine flächenhaft horizontale oder eine als solche tropisierte Bezugsgegebenheit sachlicher Art, über die sich j. / ein Tier in unterschiedlicher Weise (gehend, seefahrend, wirtschaftlich tätig u. Ä.) hinwegbewegt oder sie in anderer Weise affiziert und zum Gegenstand seines Handelns macht: ›horizontal über eine Fläche (vereinzelt über eine Grenze, auch eine Wunde) hinweg‹; teils offen von 1 und 2 her.
Phraseme:
über mer
›jenseits des Meeres‹ (auch Bezug auf die griechische Kirche);
über ek
›den Schirm schräg teilend‹ (heraldisch);
über und über
›überall, im ganzen Land‹;
über die schnur hauen
›gegen alle Regeln verstoßen‹;
jn. über die achsel empfangen
›jn. mit falscher Absicht empfangen‹.
Syntagmen:
ein weg ü. einen acker gehen, die gäuche ü. ferre land fliegen, ein ziegenbok ü. die erde kommen, j. ü. ein mer wandern, ü. al die welt predigen, sich ü. hof von dannen heben, ü. die heide reiten / traben, ü. die wasser brücken machen, ü. die sat faren, ü. se / mer faren / kommen, / wandern, ü. land reisen / reiten, ü. feld laufen, ü. js. grund gehen, die oren nicht ü. feld schicken, ü. mer ziehen, ü. mer
(hier mit Dat.)
sein, einen brief ü. mer senden, ein wasser ü. seinen grund ausbringen, ein tuch ü. eine wunde streichen, etw. ü. den bauch legen, etw. ü. die augen streichen, j. ü. alle menschen erleuchten, j. ü. den In fallen, j. jn. ü. die Tra füren, ü. feld schicken, got den umring (der erde) ü. die wasser bereitet haben
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Kegen den vert her uber mer | Mit einem uzmechtigen her.
Und lezet her brive schriben | [...] | Und sendet die den besten | Mit geschribenen hantvesten | Ober mer in die lant.
Luther, WA (
1545
):
wer ohren hat, der schicke sie nicht uber feld.
Ders. Hl. Schrifft.
Jos. 1, 2
(
Wittenb.
1545
):
So mach dich nun auff / vnd zeuch vber diesen Jordan / du vnd dis gantz Volck.
Ebd.
Dan. 8, 5
:
so kompt ein Zigenbock vom Abend her / vber
[
Mentel
1466:
auff
]
die gantze Erden.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
130, 27
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Wo sint üwer gesellen / die mit uch uber felt lauffent.
Ralegh. America (
Frankf.
1599
):
darumb die christen über mere | Durch solche grosse ketzery | abfielent.
Eggers, Psalter
49, 3
(
thür.
,
1378
):
er [Got] hat in [den umbring der erden] gegrundet vf dy mere, vñ er hat in berait vbir dy wassere.
Fastnachtsp. (
Bamb.
v. 1494
):
Darum pin ich oft naschen außgangen, | Da hat man mich uber die achsel enpfangen; | Man het mich lieb, die weil ich gab.
Ebd. (
nürnb.
,
15. Jh.
):
Und wil verhörn man und frauen, | Ob iemant über di schnur het gehauen.
Lauchert, Merswin (
els.
,
1352
/
70
):
vnd nam do daz bluͦtige tuͤchelin vnd streich es v́ber die wunden.
Sappler, H. Kaufringer
14, 118
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
und [si] ritten mit ainander baid | gen der vest über die haid.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
daz si [die gäuch] sitzen auf der weien ahseln, dar umb, daz si iht müed werden mit langem vliegen über verreu lant.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Friderich zoch [...] über mer in dem zug Gudefride.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
16. Jh.
):
wan ainem ain waser entsprung auf seinen grunten [...], so solt ers über sein grunt außpringen wo er mach.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
121, 6
(
tir.
,
1464
):
da chomen czwen menschen, die erleüchteten v̈ber alle die menschen, die da waren.
Tiemann, a. a. O.
149, 32
;
Karnein, Salm. u. Morolf
394, 1
;
542, 2
;
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
60, 9
;
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
87, 6
;
Schönbach, Adt. Pred. ;
Sappler, a. a. O.
32, 49
;
Bauer, Geiler. Pred.
101, 30
;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Seemüller, Chron. 95 Herrsch. .
Vgl. ferner s. v. 2, 1, , , , 1.
4.
steht mit folgendem Subst. für eine Ortungs- / Orientierungsgröße, der eine andere Größe räumlich gegenüberliegt: ›gegenüber, am anderen Ende, jenseits‹ (z. B. einer Stadt, eines Flusses / Berges); am ehesten an 3 anschließbar.
Phraseme:
noch nicht über den bach sein
›noch nicht über den Berg sein‹;
jn. über einen zan anlachen
›jn. schräg, mit falscher Absicht anlachen‹.
Bedeutungsverwandte:
2.
Syntagmen:
ü. dem Main / Rhein, ü. der stat, ü. des pflegers tisch
; oft nachgestellt:
ein leger gegen dem anderen über schlagen
;
vor dem leuchter ü
. ›gegenüber dem Leuchter‹,
der berg dem schlos, der stat über, das haus vor St. Annakirchen über
›gegenüber der St. Annenkirche‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1526
):
Derhalben sollen wir nichts gedencken, das wirs alles erstriten haben, wir sind noch nicht über den bach.
Bobertag, Schwänke (
Frankf.
1563
):
Zum letzten machet er ein wenig kundtschafft bei einem schönen magdlein, die in über ein zan anlachte, [...] und mehr sein gelt, denn in selber lieb gewan.
Welti, Pilgerf. v. Walth.
2, 33
(
omd.
,
n. 1474
):
Also aß ich uff montag vnd dinstag mit deme pflegere, vnd obir des pflegers tissche assen mit vns [...] rittere.
Adomatis u. a., J. Murer. Bab. vor
4266
(
Zürich
1560
):
Baltazar als er voll unnd truncken an sin beth wil / erschynt im vor dem lüchter über ein hand / die verzeichnet etliche namen an die wand.
Maaler (
Zürich
1561
):
En laͤger grad gegen dem anderen Vber schlahen.
Vber dem Mayn.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1561
):
sein hinders, neu gebauts haus vor s. Annakirchen über.
Mell u. a., Steir. Taid. (
m/soobd.
,
1523
):
ain furperg und pluembgesuech gelegen under der Enns gegen der stat uber.
Qu. Brassó
5, 240, 35
(
siebenb.
,
1612
, Hs.
1726
):
auf dem Berg unsem Schloß über.
Welti, a. a. O.
23, 27
;
5.
steht mit folgendem Subst. für eine zeitliche Dauer, zu der eine Aussage gemacht wird: ›während, im Verlaufe einer Zeiteinheit / Zeitspanne, eine mehr oder weniger bestimmte Zeit lang‹.
Phraseme:
über kurz oder lang
(z. B.
etw. wissen
);
(die schöne
›Schönheit‹)
über nacht
›schnell, bald‹
dorren
;
got
(Subj.)
über nacht bescheren
›unverdient, unerwartet, von heute auf morgen schenken‹.
Syntagmen
(teils ansatzweise phrasematisiert):
über tag die sonne nicht brennen, über tische
›zur Mahlzeit‹
an jn. anschenken
›jm. einschenken‹,
j. ü. tisch sitzen, zu jm. kommen
;
ein brunne ü. jare
›jahrelang‹
sein, die schöne ü. nacht dorren, etw
. (z. B.
wein, weinstein
)
ü. nacht stehen, j. ü. nacht
[wo]
bleiben / liegen, ü. jar
›das ganze Jahr über‹
kein fleisch essen
(auch zu 6 stellbar),
den aust über
(nachgestellt)
im dienst bleiben, über winter
›den Winter über‹
die felder ansehen, ü. nacht
›eine Nacht lang‹
etw. in den saft tun, ü. jar
›das Jahr hindurch‹
viel studenten haben, ü. einer ergetzung
›für die Dauer eines Vortrages‹
hunger leiden
›keinen Hunger verspüren‹,
sich ü. zwelf wochen im hoffen halten
›12 Wochen hindurch die Hoffnung behalten‹,
jn
. [sic!]
ü. die woche bedürfen
;
ü. manches jar
›für lange Jahre‹.

Belegblock:

Jan.-Off.
20, 8
(
rib.
,
14. Jh.
):
Ouer dach in sal dich die sunne niet birnen.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
685
(
Köln
1476
):
Jn dem hoffen hyelten sy sych doch oeuer zwelff wechen lanck.
Chron. Köln (
Köln
1499
):
des korper nae van bishof Bruin van Coelne zo Soist quam over manch jair.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
34
(
mrhein.
,
um 1335
):
[Jesu rät:] heizent zuͦ erste schenken an | vber dische den hohesten man.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
190, 10
(
Frankf.
1535
):
Weinstein thuͦ inn ein halbe maß wein / so es übernacht gestanden / setze also zum feuer.
Opitz. Poeterey
56, 6
(
Breslau
1624
):
Vber dieser vnglaublichen ergetzung haben jhrer viel hunger vnd durst erlitten.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 6, 12
(
Hagenau
1534
):
Widder die bauchsorge haben sie gesagt / Gott bescheret uber nacht.
Schib, H. Stockar
18, 30
(
halem.
,
1519
):
do wier zu nacht assend, kam unser battron zu uns uber disch.
Sappler, H. Kaufringer
20, 162
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
die besten müessent über jar | berait sein ze aller frist.
Ebd.
29, 104
:
die schön dorret über nacht.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1563
):
damit [man], ob es sich zuͦtrüg über kurtz oder lang, [...], desto baß wisse [sich] dareinschicken.
Langmantel, Schiltb. Reiseb. (
oobd.
,
n. 1427
):
Avch ist ir pischoff über jar kain vleysch und in der vasten ist er kain visch.
an seinem
[des
heylligen
]
täg so wirt der prunn vol wassers und sunst über jare so ist er trucken.
Karnein, Salm. u. Morolf
418, 2
;
J. W. von Cube. Hortus
75, 58
;
Kurz, Waldis. Esopus ;
Gilman, a. a. O.
1, 16, 2
;
Broszinski, Minner. Chir. Parva
81r, 3
;
Barack, Zim. Chron. ;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;
Rauwolf. Raiß
7, 30
.
Vgl. ferner s. v. ,
1
2, 2.
6.
steht mit folgendem Subst. für eine als quälend lang empfundene Zeitspanne sowie deren Überschreitung: ›länger als eine Zeiteinheit; über eine bestimmte Zeit hinaus‹.
Syntagmen:
jn. ü. einen tag
›länger als einen Tag‹
beschliessen
›einschließen‹,
etw
. (Subj.)
ü. drei jare weren
›dauern‹,
jn
. (z. B.
die christen
)
ü. jare sprengen, schafe ü. den winter geleben
›den Winter überleben‹,
j. ü. lange herwieder auskommen
.

Belegblock:

Knape, Messerschmidt. Bris.
42, 7
(
Frankf./M.
1559
):
da fand er di junckfrawen alle bey einander / welche seiner zukunfft noch nit warteten / wiewol die Koͤnigin befolhen / jhn nit vber einen tag beschlossen zu lassen.
Lauchert, Merswin (
els.
,
1352
/
70
):
vnd gie denne balde vsser der stvben in sine kammer, vnd kam denne v́ber lang herwider vs.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
die hirten versuochent, welhiu schâf geleben mügen über den winter.
7.
steht mit folgendem Subst. für das Abgelaufensein, Ende einer Zeitspanne, die perspektivisch auch in der Vergangenheit und in der Zukunft liegen kann: ›nach Verlauf einer Zeitspanne, nach einem Zeitpunkt‹.
Phraseme:
j. unter sich, nicht über sich gehen
›sich zeitlich nicht nach rückwärts, sondern nach vorwärts, auf die Kindergeneration hin orientieren‹ (hierher?);
immer über x tage
›jeweils nach x Tagen‹;
eins über das andere
›jedes Mal‹ (z. B. in ˹
jm. eins über das andere geschwinden, jn. eins über das andere umfangen
˺);
über ein jar
›jedes Jahr, Jahr um Jahr‹
einen anderen hauptman haben
;
ein morgen
(s. ,
der
, 3)
ü. das andere jar
›jedes zweite Jahr‹
tragen
.
Gegensätze:
(Präp.) 3.
Syntagmen:
j. ü. x tage erlöst werden, ü. vierzehen tage zu etw. bereit, ü. etliche zeit gestorben sein, ü. x wochen etw. merken, ü. ein jar etw. darzu tun, die folterung ü. eine weile erneuern, ü. eine weile
[von wo]
herfürgehen, j. jn. ü. eine stunde wieder fordern, jn. ü. eine zeit
›nach geraumer Zeit‹
tagen, ü. drei tage schicken, j. jm. ü. x wochen einen tag geben, jm. ü. ein jar jn. senden, jm. ü. hundert jare etw
. (Subj.)
gegeben worden sein, etw
. (Subj.)
kraft als ü. zwei tausend jare haben, ein affe jn. ü. viele jare erkennen
›wiedererkennen‹,
auf einen tag über
›nach‹
ein jar etw
. (Subj.)
bestehen
,
j. jn. an einem tag ü. ein jar
›ein Jahr später‹
etw. heissen
;
ü. x tage
›nach x Tagen‹.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz (
preuß.
,
1578
):
Diß ampt wirt verterbet, das so vil heuptleute hatt, uber ein jar balt ein ander.
Stackmann u. a., Frauenlob
6, 12, 9
(Hs. ˹
md.
,
v. M. 14. Jh.
und auf
nd.
Grundl.˺):
Prüft regen mit den winden: | die han hiute also groze kraft | von gotes haft | als über zwei tusent jare.
Karnein, Salm. u. Morolf
63, 3
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
wir sint czu strite bereit | uber viertzehen tage.
Ebd.
109, 1
:
von hute uber ein halbs jar | sende ich [Künig Fore] dir, [...] | einen heidenschen spilman.
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
angesehen dz es ungleich schmertzlicher hergehet, wann die folterung vber eine weile ernewert [...], wird.
Thür. Chron.
1v, 27
(
Mühlh.
1599
):
Am siebenden Tage vber ein Jahr / als Noah in die Arche gegangen war, hies jhn Gott der HErr wider außgehen.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
174, 15
(
schles.
,
1405
):
vndir sulchir beredung, das dy vor geschrebin XXX marg sullin besteen of der vor geschrebin moͤle of synt mechels tag, der no nestin czu komftig wirt, ebir eyn jar.
Mon. Boica, NF.
2, 1, 316, 15
(
nobd.
,
um 1428
):
darunter sind sehs morgen, die tragen ye uͤber das ander jar.
Keil, Peter v. Ulm
254
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Du solt mercken über vj wochen: Zeucht er das pein von im vnd zu jm, so [...].
Bachmann u. a., Volksb. (
alem.
,
15. Jh.
):
Des Vatter geschwannd eins uber daz ander.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 278, 28
(
Hagenau
1534
):
Die kinder aber wenn sie nun erwachsen sind / gehen mit yrer liebe under sich nit uber sich.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
die herrn [...] hond da ainen anstal gemacht von sant Michels tag über ain jar.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der aff erkent seinen herren über vil jâr wenne er wider kümt.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
uber eyn zeyt wurden der von Liechtenstain und der Weyspriacher auch getagt.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Alls er über ettlich zeit starb, tailten seine zwen sün.
Piirainen, Stadtr. Sillein
50a, 17
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Von dem iar vͤbir vıͤr hundert iar vnd dreizzich iar wart den yuden dy ee geͤben.
v. Birken. Erzh. Österreich ;
Müller, Faustb.
934, 4
;
Oorschot, a. a. O. ;
Bachmann u. a., a. a. O. ;
Vgl. ferner s. v. 4, 1.
8.
steht mit folgendem Subst. für eine Bezugsperson oder Bezugssache, der im jeweiligen Argumentationszusammenhang eine andere Bezugsgröße als übergeordnet angesehen wird; teils als Ütr. vom vertikalen Raumgedanken (s. Ansatz 1 und vor allem 2) auf die soziale Hierarchie auffassbar: ›hierarchisch / sozial über jm. stehend; höher, wichtiger als ein anderer‹.
Phraseme
(hierher?):
über al dies
›außerdem, abgesehen davon‹;
über dies
›außerdem, zudem, wichtiger (als das Vorangegangene)‹ [+ Hauptsatz] (hierher?).
Gegensätze:
(Präp.) 2.
Syntagmen:
j. ü. andere, der prior ü. den subprior, der babst ü. alle, ein mensch ü. einen anderen menschen, etw. ü. jn., das geistliche ferre ü. das weltliche sein, j. den bräutigam ü. andere lieben, etw. ü. got lieb haben, j. ein könig ü. die gesellen sein, das bekennen ü. die natur des bekennenden sein, der teufel keinen gewalt ü. die sele haben, j. sich der gewalt ü. die leute annemen, die königin jm. zu einer frauen über ein land geziemen, j. ü. ein volk schweben, könig ü. Frankreich werden, sich ü. die geselschaft setzen, zu vogt ü. die christenheit erkiesen, j. jn. ü. ein land / volk / reich setzen
;
der hauptman ü. das kriegsvolk
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Jer.
1, 10
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ich habe dich huyte gesatzt obir volk und obir riche, daz du [...].
Karnein, Salm. u. Morolf
25, 5
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
ein edele kunigin her, | die mir wol gezeme zu einer frauwen | uber diß gut lant zu Wendelse.
Thür. Chron.
2v, 14
(
Mühlh.
1599
):
Nimrodt, [...] nam sich grosser gewalt an vber die Leute.
Sermon Thauleri
10ra, 26
(
Leipzig
1498
):
also hab ich einẽ subprior. vñ auch einen prior. vñ einẽ p’uincial vnd bischoff vñ babst. die alle vber mich sein.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
94
(
Nürnb.
1517
):
Uber dits alles Christus, der unser sünd wegkniemet.
Ebd.
118
:
In dem andern grad wirdet der breutigam gelibet uber all ander.
Ebd.
158
:
Uber ditz vermerken wir, das got als ein lauter got ein ware speis der volkumnen ist.
Goldammer, Paracelsus
2, 55, 9
(
1531
/
4
):
welicher meister sich befleißt über und für andere zu sein, der ist demselbigen handwerk ein lob.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
5, 29
(
Zürich
1521
):
über die ding all / welcher tüfel ist so krefftig zuͦ schaden / der da diß alles zerbricht.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
284, 4
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
ist, daz die wise des wesendes etliches erkantes dinges fürtriffet die wise der naturen dez bekennenden, so muoz sin, daz dez bekennen si über die naturen dez bekennenden.
Sappler, H. Kaufringer
2, 144
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
so will ich
[ein Teufel]
dir [Lucifer] ze lon geben, | das du ain künig nun solt sein | über die gesellen dein.
Ebd.
16, 35
:
aber kain gewalt er [tiefel] hat | über die sel, das wist fürwar.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
iedoch ist daz gaistleich verr über daz werltleich.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
34, 35
(
tir.
,
1464
):
Die etwas lieb haben v̈ber got, die sint got nicht wirdig.
Ebd.
71, 1
:
ein idleicher weltleicher mensch der wolt lieber sein v̈ber ein andern menschen, wend das er vnder im solt sein.
Lappenberg, Fleming. Ged. ;
Karnein, a. a. O.
1, 3
;
Thür. Chron.
20v, 1
;
Vgl. ferner s. v. 2, .
9.
steht mit folgendem Subst. für diejenige Bezugsgegebenheit (persönlicher und sachlicher Art), der der christliche Gott, vereinzelt eine antike Gottheit, als absolute Größe übergeordnet oder als übergeordnet tropisiert ist; als Spezialisierung zu 8 auffassbar.
Syntagmen:
der vater
(Gott)
ü. alles, ü. die kinder, ein etwas ü. wesen, Christus ein herre ü. tod / unglük, der herre / Jupiter ein könig ü. alle götter / gotte, got ü. liecht / vernunft / weise, der schepfer ü. alle creatur, Jupiter ein got ü. alle götter sein
.

Belegblock:

Jostes, Eckhart
25, 12
(
14. Jh.
):
Der ander sprach: Got ist etwaz uber wesen.
Ebd.
74, 12
:
Di ander sach ist, daz man got kein geleichnuͤzz niht gegeben enmak. Sanctus Augustinus [...] spricht daz er weis sei. Nu spricht sanctus Dyonisius: Nein niht, er ist uber weis! Er spricht, daz er ein lieht sei: Nein niht, er ist uber lieht!
Dubizmay, kurß zu Teutze
4, 4
(
hess.
,
1463
):
vnser here ist ein groser got vnd eyn groser küng vber alle got.
Opitz. Poeterey
8, 5
(
Breslau
1624
):
Weil aber GOtt ein vnbegreiffliches wesen vnnd vber menschliche vernunfft ist.
Logau. Abdank.
165, 13
(
Liegnitz
1651
):
Vnser Wandel oder Buͤrgerrecht ist im Himmel wo der Vater wohnet / welcher Vater ist uͤber alles was Kinder heisset.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
73, 20
(
Nürnb.
1548
):
wir haben auch einen Vatter im himel / Der ausser der welt vnd vber alles ist.
Dietrich. Summaria
18v, 31
(
Nürnb.
1578
):
denn Christus ist ein HERR vber tod vnd alles vngluͤck.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Du Aber, Jupiter vnd herr, | Ein Gott vber all Götter ferr, | Hab deines raths Lob!
Piirainen, Stadtr. Sillein
36a, 20
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
ICh bitte dich herre iesv christ wann dv schepher bist vber alle creatuͤr.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
66, 6
.
10.
steht mit folgendem Subst. für eine üblicherweise erwartbare, teils klar bezeichnete Bezugsgegebenheit (meist eine Sache) als Maßstab, über den eine andere Größe quantitativ oder qualitativ hinausgeht: ›mehr als das Erwartete, über etwas hinaus, höher, besser als das Übliche‹.
Phraseme:
über die / alle masse(n)
.
Syntagmen:
wunder ü. die sinne, vieh ü. die zal sein, etw. ü. die masse gern haben, etw
. (Subj.)
ü. alle dinge gut, die nacht finster ü. alle [nacht] sein, etw
. (Subj.)
den oren süsser ü. ein seitenspiel sein, das herz ü. alle arzenei stärken, der eid keines Juden ü. christenleute gehen, j. über ein ziel sünden, ü. die weise fluchen, ü. die natur hinausgehen, ü. x tausend manne, recht ü. eine handfeste haben, nicht ü. die kost geben (sollen), j. jm. ü. alles gut lonen, ausbeute / sold ü. den lon geben, der mensch wiz ü. alle tiere haben, j. ü. die massen erschrecken, sich ü. alle massen betrübt stellen
;
ü. drei gaden hoch, ü. drei pas davon
(entfernt); formelhaft / reihenbildend:
far ü. far
(Beleg unter 11:
Luther
),
eine gabe ü. alle gaben, ein gut ü. alles gut, keuschheit ü. alle keuschheit, heil ü. alle heil, kein trauren ü. mein trauren, wunder ü. alle wunder
(jeweils im syntaktischen Zusammenhang).

Belegblock:

Luther, WA (
1542
):
Widerumb heil vber alle heil ist, furchtsam sein vnd mit demut Gottes wortt lesen vnd horen.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
279
(
mrhein.
,
um 1335
):
Ich han gesundet alzu vil | vber aller rehter maze zil.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
86, 9
(
Frankf.
1535
):
Die feilung vonn goldt genützt / stercket das hertz über alle ander artznei.
Perez, Dietzin
1, 408, 24
(
Frankf.
1626
):
Vor allen andern aber stellet sich flavius vber alle massen betruͤbt.
Leman, Kulm. Recht (
omd.
,
1. H. 13. Jh.
):
wenne keynes iuden eyt vmme gelt obir cristene lute geet.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
17, 24
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Ich [...] sach mit meinen augen zwo ungeheuer schar volkes – jede het über drei tausent manne.
Neumann, Rothe. Keuschh.
1463
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
ess ist ein grosse ere also | das man noch volget Cristo, | der vor ging in reinikeit, | ein kuscher obir all kuscheit.
Ebd.
2788
:
so sint di worte susser vil | den oren ubir alles seiten spil.
Sermon Thauleri
2vb, 23
(
Leipzig
1498
):
die menschen. die nicht sein auß gãgen vber die natur noch vber das das die synne mochten brẽgen sehen oder horen [...] dyß synt recht als rynder ader kelber tzuvorsten tzu disen hohẽ gotlichen dingẽ.
Lauchert, Merswin (
els.
,
1352
/
70
):
wunder, die v́ber alle menschliche sinne sint.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1437
):
dz si das uon rechtes wegen tuͦn soͤlten vnd dar zuͦ recht hettin uͤber ir hantuesti, die doch dis eigenlich wisett.
Andreae. Ber. Nachtmal
107v, 17
([
Augsb.
]
1557
):
Ein wunder ists vber alle wunder / daß der Sathan soll Got bey sich haben.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
seind der mensch vernunft hât und witz über alliu tier, sô hât im die nâtûr die hend geben, dâ mit er [...].
Qu. Brassó
5, 443, 16
(
siebenb.
,
n. 1646
):
Über diesem Schreiben erschrick(t) der Basche uber die Maßen.
Mollay, Ofner Stadtr.
305, 4
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
das man dinst poten, [...], vngedinget vber dÿ koͤst, nicht geben schoͤl.
Lappenberg, Fleming. Ged. ;
Froning, Alsf. Passionssp. ;
Mönch v. Heilsbronn. Fronl.
5b, 7
;
Keil, Peter v. Ulm
83
;
Sappler, H. Kaufringer
20, 159
;
Haszler, Kiechels Reisen ;
Bauer, Geiler. Pred.
98, 19
;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Bauer, Imitatio Haller
54, 9
;
Vgl. ferner s. v. 1, 6, .
11.
steht mit folgendem Subst. für eine Bezugsgegebenheit (oft eine Haltung, einen sozialen Tatbestand) unter dem Aspekt, dass j. (meist) gegen sie verstößt: ›gegen etw., gegen e. P.; ungeachtet eines Sachverhaltes, trotz gegenläufiger Fakten, Erwartungen, e. S. entgegen, zuwider‹.
Phraseme:
über dies / das (alles)
›alledem zum Trotz; dennoch; obwohl doch‹ [+ Nebensatz], damit Übergang zum konditionalen Gebrauch.
Bedeutungsverwandte:
1, .
Syntagmen:
j. ü. einen könig ziehen, ü. einen siechen gehen
›sich eines Kranken annehmen‹,
ü. ein bot
›Gebot‹
brennen / morden, ü. seine zusagung hinweg gehen, ü. gottes wort küne sein, ü. einer hofnung untergehen, jn. ü. eid / ere verstelen, ü. sein verpflichten / angeloben anrufen, j. ü. alles geschrei müssig gehen, ü. ein gebot / js. willen
[wohin]
ziehen, als verräter ü. die treue gehen
›gegen die
treue
verstoßen‹,
etw. ü
. ›gegen‹
den gebrauch anderswo verordnen, ü. die schrift greifen
›einen Text überdehnen, über ihn hinausgreifen‹,
ü. seinen schaden
›trotz seines Schadens‹
keine aufhörung haben, ü. eine warnung nicht folgen, ü. seinen willen pfenwert nemen, keiser werden, eine frau ü. iren willen beschlafen, ü. iren dank küssen, jm. jn. ü. iren willen zu weib geben, jm. ü. seinen willen im holze hacken, jn. ü. seinen willen herren nennen, jn. ü. ein geleit gefangen halten, ü. sein angeloben übel schlagen / zurichten
.

Belegblock:

Boon, St. Prätorius
66, 24
(
Ülzen
1579
):
das einer vber solcher seiner hoffnung vnd zuuersicht muͤste vntergehen.
Luther, WA (
1542
):
Fhar vber alle Fahr
[dies zu 10]
ist, küne sein vber Gottes wort vnd Eigen deuten darin mengen.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
150, 9
(
rhfrk.
,
um 1435
):
das wir so viele lude wollen züsamenbrengen / das wir über den konnig von Franckrich wollen ziehen.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
19, 16
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Über das alles mein bescheidenheit sullet ir je sehen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
do worden sie vonn der mussickeit also frech, das sie obir das gebot ern Peters zogen ubir das geberge.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Also griffen die amptlude ubir die schriffte unnd hilden den von erffort soben wayne uff.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
n. 1525
):
dahin er [...] verordnet worden was, sich nit allein zu aim rat, sonder auch zu aim schulthaißen lassen machen, über das im sölichs verpotten was.
Chron. Strassb. (
els.
,
1362
):
daz der bischof von Spire, [...], kunig Ruͦdolfes frouwe solte haben von eime wagene, do küst er sie über iren dang.
Ebd. (
A. 15. Jh.
):
der was ein gerehter demuͤtig man [...] und wart von den Roͤmern kume erbetten, das er über sinen willen und ungerne keyser wart.
und muͤste versweren, das er weder an sin bistum noch gein Rome niemer me keme. über das kam er gein Rome und wart bobest.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
158
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Das mugend ir me wol mercken recht | By dem bluͦmen den die zart | Gebar úber naturlich art.
Ebd.
1292
:
úber das so hast du in | Mit falsch gegeben in den tod.
Bachmann, Morgant (
halem.
,
1530
):
als ein verretter găst du über din trŭw.
Ders., Haimonsk. (
halem.
,
1530
):
Ich verbant sy uß Franckrich; aber ŭber das machtend sy das schlos Muntfort inn minem land.
Tobler, Schilling. Bern. Chron. (
whalem.
,
1484
):
úber das doch das loblich hus Oesterich [...] mit der chur des heiligen riches [...] vor andern angesechen worden was.
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 78, 14
(
Luzern
1597
):
Drumb muͦß es ye groß wunder syn, | So v̈ber dnatur sich starck beschynt
(Kontext: Sonnenfinsternis während der Kreuzigung).
Chron. Augsb. (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
[derselbe] haut den obgenanten unsern mitburgern, den Raͤmen, ir egenantes libtinge [...], frävenlichen eingenomen und vorgehalten, über das das sy es oft und dike ervordert habent.
Ebd. (zu
1550
):
sie angeruͤft, daß sie ine bei recht erhalten wellen, alles über sein so hohes verpflichten, angeloben und zuͤsagen.
Ebd. (
1564
):
er wolt jedermann solchermaßen verzaubern und verblenden, daß über alles bös geschrai, so von im ausgehn wurd, dannocht niemandt sein muessig gehn noch entschlachen kündte.
Andreae. Ber. Nachtmal
27v, 17
([
Augsb.
]
1557
):
das Brot [...] wann es Gott vber den gewohnlichen vnd natürlichen brauch / anderßwo hin [...] verordnet.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Uber all solich schaden hett der Wolfftarffer noch khain aufhorung mit seinen helffern.
Roth, E. v. Wildenberg (
moobd.
,
v. 1493
):
das der hertzog von Orliens hiet einem ritter sein frawͦen beschlafen uber irn willen.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
A. 16. Jh.
):
welher aim andern in seinem holz hacket ubir sein willen, der [...].
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1590
):
darüber ainer oder der ander über beschechne warnung nit volgen wolte.
Sievers, Oxf. Benedictinerr. ;
v. Liliencron, a. a. O. ;
V. Anshelm. Berner Chron. ;
Tobler, a. a. O. ;
Dierauer, Chron. Zürich
213, 3
;
Bachmann, Morgant ;
ders., Haimonsk. ;
Grossmann, a. a. O. ;
Siegel u. a., Salzb. Taid. ;
Dirr, Münchner Stadtr. .
12.
steht mit folgendem Subst. für eine Bezugsgegebenheit (eine Sache, eine Person), die als Ziel / Richtung, teils auch als Grund einer Handlung tätlicher, verbaler, urteilender Art, seltener eines Geschehens, semantisiert ist; insofern mit ›bezüglich, hinsichtlich e. S. / e. P., auf jn. / etw. hin gerichtet / zielend‹ übersetzbar; teils vom Raumgedanken (s. vor allem 2), teils von der sozialen Überordnung (s. 8) her motivierbar, eher aber als feste, mit dem Verb oder einer ähnlichen Prädikation verbundene Fügung auffassbar, dann tendenziell unmotivierbar; in einer Reihe von Fällen steht die Fügung ‚Verb +
über
‘ in syntaktischer Synonymie a) zu möglichem ‚Verb + Akk.obj.‘ oder b) ‚Verb + Gen.obj.‘ u. Ä.; ein weiteres Nebeneinander besteht c) zwischen einem präp. Ausdruck (
über etw
.) und einer akkusativierenden verbalen Präfixbildung mit ‚
be
- + Verb‘; als Beispiele für diese systematischen Fälle vgl. nacheinander: zu a):
über jn. bleuen
statt möglichem
jn. bleuen
; b)
sich über jn. erbarmen
statt
sich js. erbarmen
; c)
reue über etw. haben
statt
etw. bereuen
; in all diesen Fällen sind kategorialsemantische Motivationen sinnvoll möglich.
Syntagmen:
j. sich ü. jn. ärgern / beschweren / erbarmen, sich ü. js. weisheit wundern, ü. sich selber zeugen, barmung / macht / recht ü. jn. haben, ü. jn. klagen, klage ü. jn. machen, mit schwerten ü. jn. ausgehen, busse ü. seine sünde nemen, den gnadenbund ü. jn. aus sein lassen, j. jn. ü. (erzälte) sachen erstummen, einen angeber ü. das trinken, einen richter ü. jn. setzen, einen (unwissenden) arzt ü. den kranken zusenden, zeugnis ü. eine rede geben, worte ü. brot / wein sprechen, zeter ü. jn. schreien, ü. dem wort leiden / ausharren, ü. eine sache sitzen, ü. diebe / räuber klagen, ü. jn., js. leben richten, ü. jn. zürnen, zornig werden, zorn ausgiessen / wecken, entrüstet sein, ü. jn. bleuen / schlagen, ein geschrei ausbringen, j. reue ü. seine schuld / sünde haben, des gerichtes ü. seine sünde bitten, j. jm. briefe ü. seine güter geben, der teufel ü. jn. gewalt haben
; mit Subj. d. S.:
ein urteil ü. jn. geschehen, eine klage ü. die Venediger sein, kosten ü. die stat gehen, eine furcht ü. jn. kommen, unglük ü. jn. ausbrechen / gehen
›jn. überkommen‹,
eine glose ü. die (heilige) geschrift sprechen, es geht ü. die untertanen
.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
Jer. 1, 14
(
Wittenb.
1545
):
Von Mitternacht wird das Vnglück ausbrechen vber alle die im Lande wonen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
561, 1718
(
Magdeb.
1608
):
Wird aber Krieg gelauffen an / | So gehts vber die Vnterthan.
Dat nuwe Boych (
rib.
,
1396
):
do der keyser dat hoirte vnd verstoynt, do wart he oeuer sij zornich.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
323
(
mrhein.
,
um 1335
):
Wer wil sich huͦde irbarmen | vber einen blinden armen, | der nie gesach den lihten dag?
J. W. von Cube. Hortus
79, 10
(
Mainz
1485
):
Welcher diß krut by yme draget vber den hait der tüfel kein gewalt.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
1, 16
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Unverschameter bösewicht [her Tot] [...]; von mir und aller menniglich sei über euch ernstlich zeter! geschriren.
Henschel u. a., Heidin
1181
(
nobd.
,
um 1300
):
DeS solt tv in geniezen lan | Vñ solt dich vber in erbarmen.
Reichert, Gesamtausl. Messe
5, 18
(
Nürnb.
um 1480
):
so muegent priester clagen ueber diebe, rauber.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
88
(
Nürnb.
1517
):
wo du lisest, das got zürne über die sündere, so verstee es dergestalt: [...].
Reichmann, Dietrich. Schrr.
132, 7
(
Nürnb.
1548
):
Es ist wol war / das meist vngluͤck in der ehe geht vber sie [weyber] / sie verlieren jr freyheit / vnd müssen [...].
Sachs (
Nürnb.
1558
):
das seins volckes schar | Uber in gar entrüstet war | Von wegen der schlacht obgemelt.
Dietrich. Summaria
22r, 1
(
Nürnb.
1578
):
Es [das Euangelium] muß auch außgeharret / vber dem wort gelitten / vnnd alle andere zeitliche sorge außgeschlagen sein.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 547, 16
(
Hagenau
1534
):
Sie stunden uber yhn zu blewen / | Mit kolben umb das haupt.
Goldammer, Paracelsus
6, 191, 6
(
1530
):
du, Israhel, sag also, [...] das ist: gib zeugnus über die red, die ich redt.
Sudhoff, Paracelsus (
um 1520
):
drumb sind die unwissenden arzet fegteufel von got zugesant uber den kranken.
Glitsch u. a., Hofger. Rottw.
76, 6
(
schwäb.
,
um 1435
):
Man git ouch dem cleger auchtbrief, anlaitbrief über sinü guͤter und verbietbrief über in.
Andreae. Ber. Nachtmal
22r, 4
([
Augsb.
]
1557
):
wann die wort vber Brot vnnd Wein gesprochen wurden / so werd [...].
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
alsô spricht ain glôs über die hailig geschrift, dâ man diu unrainen tier verpeutet.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
788
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
mocht man fragen, ob die pösen engel mügen rew vber ir schuld gehaben.
Mell u. a., Steir. Taid. (
m/soobd.
,
1651
):
Wan ainer mit ausgebraiter faust oder hand über ain andern schlegt.
Bauer, Imitatio Haller
97, 26
(
tir.
,
1466
):
ir sint gar luczel, die [...] ain lautre ware reẅ haben vber ire sünden.
Wackernell, Adt. Passionssp. Br. II,
2469
(
tir.
,
1551
):
Von gantzem hertzen des pit ich dich, | Das dw auch parmung habst über mich.
Piirainen, Stadtr. Sillein
35a, 8
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
HEr ich [...] pitte dich genedygez gerichtes vͤber alle meyn svͤnde.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. Weibe ;
Boon, St. Prätorius
48, 19
;
Pfefferl, Weigel. Gn. S. 
162, 19
;
Chron. Köln, Koelhoff
11r, 4
;
Karnein, Salm. u. Morolf
722, 5
;
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
124, 2
;
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. ;
Mathesius, Passionale ;
Hoffmeister, Kuffstein. Gef.
A vijr, 17
;
Logau. Gott
101, 838
;
Reichmann, a. a. O.
81, 2
;
Bauer, Geiler. Pred.
92, 31
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
26, 10
;
73, 11
;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Piirainen, a. a. O.
122a, 25
.
Vgl. ferner s. v. , 2, 13, 7, 4, 3.