timber,
timmer,
Adj.;
zu
mhd.
timber, timmer
›finster, dunkel‹
(Lexer
).2, 1439
– Obd.
1.
›dunkel, finster‹; ›schwach, matt (vom Licht)‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. dinster
dunkel
finster
lein
Gegensätze:
vgl. liecht
Syntagmen:
t. werden, etw
. (z. B. der wald
) t. sein
; etw
. (z. B. ein liecht
) t. scheinen
; der timbere comet / morgen, das timbere herz / liecht
.Wortbildungen:
timberheit
timmern
Belegblock:
Pyritz, Minneburg
108, 3465
(nobd.
, Hs. um 1400
): Daz sie miner sorgen timmern | Mit irre claren augen schimmern | Uz minem hertzen tribe uz.
Bihlmeyer, Seuse
186, 17
(alem.
, 14. Jh.
): Wan hie wirt der geist entkleidet von dem tinbern liehte, daz im na menschlicher wise gevolget hate nah offenbarunge dero sachen.
Ebd.
446, 15
: die suͤsse kúngin von himelrich, die mit iren usbrechenden fúrin blicken din timber hertze hat erlúhtet.
Ebd.
505, 10
: daz menschlich gemuͤte dicke kummet in solliche timberheit, daz es ime selber nút gehelffen kan.
Koppitz, Trojanerkr.
10283
(Hs. ˹noschweiz.
, 15. Jh.
˺): Also timer ward der wald.
Lauater. Gespaͤnste
19v, 7
(Zürich
1578
): so es anfacht tim̄er werdē oder tunckel nacht ist.
Schweiz. Id.
12, 1802
.2.
›dumpf, leise, gedämpft (von Geräuschen, der Stimme)‹; ütr. von 1.Bedeutungsverwandte:
heiser
leise
Syntagmen:
etw
. (z. B. das herz
) zu timber schreien
; der timbere schal / ton, die timbere stimme, das timbere gemümmel / getöse
.Belegblock:
v. Groote, Muskatblut
42, 10
(nobd.
, 1. H. 15. Jh.
): myn hertz daz schryt zuͦ tymmer, | wie wirdeclich vnd erenrich | dich got selbe hat gebildet, | daz dich nymant folloben mach.
Sachs
22, 316, 15
(Nürnb.
1545
): Nach dem hört ich ein lawt geschell | Von hunden, gar ein eutrisch jawchzen, | [...] | Ein jeger-horen dimpper schal.
Maaler
402v
(Zürich
1561
): Timber getoͤß vnd gemümmel / als der boͤumen vnd deß wassers.
Harsdoerffer. Trichter
2, 176, 9
; Schweiz. Id.
12, 1802
.3.
›dunstig, neblig, bewölkt (vom Wetter, dem Himmel)‹ Belegblock:
Schweiz. Id.
12, 1802
(a. 1572
).