syncope,
die
.1.
eine durch dampf
2; 4, gist
, sud
2 verursachte, die vernunft
zerstörende Krankheit; auch ›Ohnmacht‹.Bedeutungsverwandte:
extasis
fieber
krampf
krankheit
onmacht
spasmus
beschweimelung
beschweimung
Wortbildungen:
syncopisieren
vernunft
) antasten, stören, zerstören‹.Belegblock:
Cirurgia H. Brunschwig
25rb, 2
(Straßb.
[ 1497
]): Wan das pluͦtt ist der schatz des lebens vnd zuͦ felt Sincopis. Das ist omacht odder der Spasmus das ist der krampff.
Sudhoff, Paracelsus
2, 156, 15
(1525
/6
): in syncopi, in extasi und dergleichen, darzu auch in allen oppilationibus und inwendigen apostematibus und was dergleichen mer krankheiten sind.
Ebd.
2, 396, 21
(1525
/6
): denn die vernunft ist in im
[dem
leib],
darumb wird sie zerstört und syncopisirt also lang, bis der gest und sud verzeret wird. Gierach, Märterb.
3629
(Hs. ˹moobd.
, A. 15. Jh.
˺): drey siechtum dye ich | dier nu vor nenne | [...] | das täglich fieber und sincopam | und dye ubeln podagram.
2.
›Synkope, Vokalschwund innerhalb einer Silbe‹.Belegblock:
Voc. inc. teut.
a iijv
(Speyer
1483
/4
): Abpruch der silbẽ: Sincopa Apocopa.
Ebd.
c vv
: Beschneidūg der silbẽ Sincopa.
Voc. Teut.-Lat.
a iiijr
(Nürnb.
1482
): Abschneydũg eins puchstabẽ. od’ silbẽ im mittel eins wortz. sincope.